Hamburg: Partner nicht unvermittelt mit Schwangerschaft konfrontieren

Hamburg: Partner nicht unvermittelt mit Schwangerschaft konfrontieren

Eine Schwangerschaft ist meistens Grund zur Freude. Doch nicht jeder werdende Vater bricht sofort in Jubelstürme aus, wenn er von den anderen Umständen seiner Partnerin erfährt.

„Schwangere sollten die erste Reaktion ihres Mannes auf die große Neuigkeit nicht überbewerten”, rät die Hamburger Paartherapeutin Barbara Standke-Erdmann.

Häufig treffe die Information den Partner mehr oder weniger unvorbereitet. Von freudiger Überraschung bis hin zu Entsetzen und Schock seien in diesem Augenblick verschiedenste Gefühlsbekundungen möglich. Eine schroffe Reaktion sei oft der Ausdruck von Überforderung.

„Davon sollte man sich nicht beunruhigen lassen”, sagt Standke-Erdmann. Nach etwas Bedenkzeit könne sich die Haltung des Partners zum Thema Schwangerschaft nämlich auch durchaus noch ins Gegenteil verkehren. Wer erst Zweifel hatte, freut sich dann doch noch ganz ausgelassen über das Kind - und wer im ersten Moment begeistert war, wird später vielleicht von Ängsten geplagt.

Die Paartherapeutin empfiehlt Frauen, ihrem Partner so früh wie möglich von der Schwangerschaft zu berichten. „Eine aufwendig inszenierte Überraschung ist eher ungünstig”, sagt sie. Am besten sage man es gleich, wenn man eine Schwangerschaft vermute. Hilfreich könne zudem sein, vorher mit Freundinnen oder der Mutter darüber zu sprechen, wie deren Partner auf die Schwangerschaft reagiert haben. „So bekommt man einen Eindruck von der breiten Palette an Emotionen, die werdende Väter in diesem Moment aufbringen”, sagt die Expertin.

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