Berlin: Missfallen über Geschenke ehrlich äußern

Berlin: Missfallen über Geschenke ehrlich äußern

Manche Geschenke treffen so gar nicht den Geschmack des Beschenkten. Und der grübelt dann, was er mit kratzigen Pullovern, kitschigen Porzellanfigürchen oder muffigen Parfüms anstellen soll.

„Ein Geschenk ist keine Verpflichtung”, sagt der Berliner Stiltrainer Jan Schaumann. Es sei nicht notwendig, dass man beispielsweise ein geschenktes Bild aufhänge, obwohl es einem nicht gefalle.

Allerdings sollte man sich überlegen, den Schenkenden auf das Thema anzusprechen. „Wenn man jedes Jahr einen selbst gestrickten Pulli bekommt, den man eigentlich nicht anziehen mag, sollte man das mal ehrlich sagen”, betont der Experte. Denn meist komme das ungenutzte Geschenk dann doch irgendwann zur Sprache. „Und wenn man dann zugeben muss, dass das mit Liebe ausgewählte Präsent seit Jahren im Keller verstaubt, ist das für den Schenkenden ja auch nicht schön.”

Wichtig sei, die Symbolik des Geschenks wertzuschätzen. „Man sollte sich erst mal dafür bedanken, dass der andere solche Mühe investiert hat”, sagt Schaumann. Er empfiehlt, dem Schenkenden vorzuschlagen, gemeinsam nach einem Ersatzgeschenk zu suchen. So gebe man der Person das Gefühl, dass man die Geste ernst nimmt und ihr Engagement zu schätzen weiß.

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