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Maßnahmen zur Beckenbodenstärkung nach der Schwangerschaft

Leichtes Training : Maßnahmen zur Beckenbodenstärkung nach der Schwangerschaft

Seit es im Internet die personalisierte Werbung gibt, kommt keine Frau ab Mitte Zwanzig mehr um Babyfotos und das Thema Familiengründung herum. Und wenn man frischgebackenen Eltern glauben will, sind Kinder das schönste Geschenk der Welt. Es gibt jedoch Themen, über die wenig gesprochen wird, wie den schwachen Beckenboden einer Frau nach der Entbindung. Dabei sind gerade diese Themen wichtig anzusprechen.

Sprechen Sie über ihre Sorgen nach der Schwangerschaft

Es ist nachgewiesen, dass Stress im Elternhaus zu psychischen Problemen führen kann. Umso wichtiger ist es, über seine Gedanken und Bedenken nach der Schwangerschaft zu sprechen. Ob Sie finanzielle Unterstützung brauchen, oder eine Hilfe im Haushalt nötig ist, um mit der neuen Situation fertig zu werden, spielt dabei keine Rolle. Der Hormonhaushalt der Frau muss sich erstmal wieder regulieren, und es ist keine Schande, wenn nicht direkt alles super läuft.

Auch der Körper hat sich stark verändert. Wenn die Frau also erstmal wieder zu sich selbst finden möchte, sind Liebeskugeln eine gute Möglichkeit, zurück zu sich selbst und dem Partner zu finden. Wie bei allem in dieser neuen und ungewohnten Situation sollte auch hier kein Druck aufgebaut werden. Zwar lebt jetzt ein kleiner Mensch mehr bei Ihnen, das heißt jedoch nicht, dass Sie selbst zu kurz kommen müssen. Im Gegenteil.

Es ist ratsam, sich bewusste Zeiten für sich selbst oder als Paar einzuplanen, um ein bisschen zu entspannen und auch intim zu werden, wenn Sie möchten. Bestimmt gibt es jemanden im Freundes- oder Familienkreis, der sich gerne mal ein paar Stunden Zeit für einen Spaziergang mit dem neuen Erdenbürger nimmt, um Sie zu entlasten.

Stärken Sie den Beckenboden

Nach der Entbindung ist der Beckenboden weich und untrainiert. In Absprache mit Ihrer Hebamme lohnt es sich, in Ihrem eigenen Interesse bald mit einem leichten Training anzufangen. Die Plätze für Rückbildungsgymnastik sind beliebt und meist schnell ausgebucht. Wer keinen bekommt, fühlt sich schnell im Stich gelassen. Dabei ist das nicht nötig. Es gibt ein breites Spektrum an Videos im Internet, die dabei helfen, die Beckenbodenmuskulatur wieder zu stärken.

Aber auch Ausdauersport kann helfen, wenn Sie nicht für Gymnastik zu begeistern sind. Laufen oder schwimmen eignen sich hier hervorragend, da sie neben der Stärkung der Muskulatur zu einem kontinuierlichen Gewichtsverlust führen, der wiederum die Situation positiv beeinflusst. Vermeiden Sie stattdessen Sportarten wie Tennis, deren Ausführung zu einer Druckerhöhung im Bauchraum führen. Diese ist ebenso schädlich wie das Tragen schwerer Gegenstände. Auch hier ist es sinnvoller, um Hilfe zu bitten, statt sich irgendwie alleine durchzuschlagen, wenn Unsicherheit auftritt.

Wenn das alles nicht hilft, können Sie durch apparative Unterstützung wie Elektrostimulation oder Biofeedback-Training nachhelfen. Versuchen Sie es jedoch erstmal mit natürlichen Methoden.

Mit der Geburt Ihres Kindes ändert sich Ihr ganzes Leben. Erwarten Sie daher nicht, auf Anhieb alles alleine zu schaffen, sondern holen Sie sich Unterstützung. Besonders, wenn es sich um Ihr erstes Kind handelt, können Sie die Veränderungen des Körpers nicht kennen. Es besteht also kein Grund zu Schamgefühlen oder dem Gedanken, etwas falsch zu machen. Sie schaffen das!

(vo)