Bargteheide: Komplexbeladenen Jugendlichen Verständnis entgegenbringen

Bargteheide: Komplexbeladenen Jugendlichen Verständnis entgegenbringen

Viele Pubertierende sind mit ihrem Aussehen höchst unglücklich. Sie beschweren sich über zu große Nasen, zu plattes Haar oder die vermeintliche Unansehnlichkeit ihrer Ellbogen. „Für Eltern ist es sehr schwer, mit dieser Unzufriedenheit ihrer Kinder umzugehen”, weiß Jan-Uwe Rogge, Autor des Ratgebers „Pubertät - Loslassen und Haltgeben”.

Trotzdem könnten Mütter und Väter ihren Teenagern solche Komplexe kaum ausreden - oder sie gar vom Gegenteil überzeugen. „Das Einzige, was man tun kann, ist, seinem Kind in dieser schmerzhaften Zeit Trost zu spenden”, sagt der Erziehungsexperte.

Wenn der Jugendliche es zulasse, sollte man ihn immer mal wieder in den Arm nehmen und ihm so zeigen: Ich mag dich, ich verstehe dich und ich nehme dich so an, wie du bist.

Problematisch werde es, wenn Pubertierende aus Abneigung gegen ihren Körper beispielsweise Essstörungen entwickelten oder anfingen, sich selbst zu verletzen. „Auf solche Warnsignale muss man eingehen”, betont Jan-Uwe Rogge.

Da das Gespräch mit den Eltern in der Pubertät aber manchmal schwierig sei, könne man vielleicht eine andere Vertrauensperson bitten, mit dem Jugendlichen zu sprechen - beispielsweise die Großeltern oder den Patenonkel. „Wenn gar nichts hilft, sollte man professionelle Hilfe suchen”, sagt Rogge.

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