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Fürth: Kindertrauer um totes Haustier ernstnehmen

Fürth : Kindertrauer um totes Haustier ernstnehmen

Stirbt das Haustier, ist das für die meisten Kinder schlimm. Eltern sollten ihre Trauer ernst nehmen und sie verständnisvoll begleiten, rät die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth.

Wichtig sei für Kinder, dass sie die Umstände des Todes und die Gründe wie Krankheit oder Alter erfahren. Außerdem sollten sie alle Fragen beantwortet bekommen. Der Tod eines Haustieres helfe Kindern, die Endlichkeit und Sterblichkeit von Lebewesen - auch von Menschen - zu begreifen, erklärt der Diplom-Psychologe Hermann Scheuerer-Englisch.

Ist das tote Tier nicht zu unansehnlich, sollten die Kinder es noch einmal sehen dürfen. Sie können ihm etwas zum Abschied malen, schreiben oder ein kleines Andenken mitgeben, rät Scheuerer-Englisch. Falls möglich, wird das Tier am besten im Garten begraben. Kinder sollten ihre Gefühle offen zeigen können und solange weinen oder reden dürfen, wie sie es brauchen.

Für Eltern sei die Begleitung dieses wichtigen Trauerprozesses oft deshalb schwierig, weil sie entweder selbst trauern oder mit ihren Kindern mitleiden”, erklärt Scheuerer-Englisch. Sie dürften natürlich auch ihre eigenen Gefühle zeigen, hätten als Erwachsene aber die Verantwortung, den Ablauf des Abschiedes zu gestalten und den Kindern den erforderlichen Halt zu geben.