Kinder und Winter: Erhöhte Krankheitsgefahr in der kalten Jahreszeit

Vorsorgen : Kinder und Winter: Erhöhte Krankheitsgefahr in der kalten Jahreszeit

Trotz klirrender Kälte wollen Kinder im Winter Action. Wer die Kleinen gesund durch die kalte Jahreszeit bringen will, beugt idealerweise vo

Überall sehen Kinder im Winter Schneebälle. Jeder Hügel wird zum Rodelparadies und jeder Garten ein Schneemannkunstraum. Von Schlittschuhlaufen bis hin zum Iglo-Bau verspricht die Schneelandschaft mindestes so viel Action wie die Sommersonne. Leider sind Erkältungsviren während der kalten Tage an jeder Ecke anzutreffen. Zur selben Zeit schwächt das Wetter das kindliche Immunsystem.

Aus genau diesen Gründen werden viele Kinder im Winter einmal pro Monat krank. Es sei denn, ihre Eltern rüsten sie für die bevorstehenden Herausforderungen

Impfungen reichen nicht

Wer dem Erkrankungsrisiko im Winter nur mit Impfungen begegnet, lässt wichtige Zusammenhänge außer Acht. Je kleiner das Kind, desto wichtiger beispielsweise die richtige Winterbekleidung. Die selbstständige Anpassung der Körpertemperatur ist nicht angeboren, sondern wird erlernt. Babys und Kleinstkinder sind zur Thermoregulation noch nicht in der Lage. Ihre Eltern müssen die Temperatur daher über entsprechende Kleidungsstücke regulieren.

Auch für ältere Kinder bleibt die Kleidung im Winter ein wichtiger Punkt: so insbesondere zur Infektionsvorsorge. Kindergartenkinder sind beispielsweise ununterbrochen mit Krankheitserregern konfrontiert. Erst im Schulalter ist das Immunsystem stabiler und kann Erregern eher abwehren.

Gut eingepackt

In kalten Wintern dürfen die Kleinen draußen nicht frieren. Beim „Schneeengeln“ und Co. suchen Kinder vollen Körperkontakt mit dem klirrendkalten Boden. Damit sie das ungezwungen tun können, sind Schneeanzüge ein Muss. Bei der Auswahl von wärmeisolierenden und feuchtigkeitsabweisenden Ein- und Mehrteilern bedenken Eltern idealerweise aber auch die darunterliegenden Schichten.

Am besten tragen die Kleinen unter Schneeanzügen atmungsaktive Rollkragenpullover und Leggings. Die Winteranzüge sollten daher lieber etwas größer ausfallen als die Alltagskleidung. Die Füße und Hände kühlen im Winter am schnellsten aus. Daher sind wasserabweisende Handschuhe und Schuhe mit Futter eine ebenso wichtige Anschaffung.

Der winterliche Kinderkleiderschrank beherbergt außerdem angemessenen Schutz für den Kopf. So wie sich Läufer im Winter vor eiskalter Zugluft schützen sollten, droht eisiger Zugwind auch den Kinderohren. Damit über den dünnhäutigen Kopf- und Halsbereich keine Wärme verlorengeht, sind Schlupfmützen aus Wolle oder Fleece ideal.

Gut abgewehrt

Genauso wichtig wie die Winterbekleidung sind während der kalten Jahreszeit alle Maßnahmen, die das Immunsystem der Kleinen trainieren. Ein bis zwei Stunden am Tag verbringen Kinder idealerweise gut eingepackt an der frischen Luft. Beim Toben im Freien bildet der Organismus nämlich Zellen, die das Immunsystem stärken.

Auch der Kontakt mit Dreck und Bakterien verspricht Trainingseinheiten für das Abwehrsystem. Damit die Abwehrkräfte der Kleinen während der kalten Jahreszeit auf Hochtouren laufen, ist außerdem auf die richtige Ernährung zu achten. Hierzu zählt neben vollwertigen Speisen vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Ebenso wichtig wie die Nährstoffversorgung ist für das Immunsystem erholsamer Schlaf. Gerade im Winter machen viele Eltern den Fehler, Schlafräume zu überheizen. Wärmer als 18 °C sollte es beim Schlafengehen niemals sein. Damit die Kleinen nicht ins Schwitzen geraten, darf der Schlafanzug außerdem nicht zu warm ausfallen.

(rd)
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