Berlin: Kinder bei der Suche nach Freunden unterstützen

Berlin: Kinder bei der Suche nach Freunden unterstützen

Nicht jedes Kind ist ständig von Freunden umringt. Manchen fällt es eher schwer, in Kita oder Schule Anschluss zu finden.

Eltern beobachten das oft mit Sorge. „Wichtig ist, dass man zurückhaltenden Kindern nicht das Gefühl gibt, mit ihnen sei etwas nicht in Ordnung”, betont Matthias Müller-Guth vom SOS-Familienzentrum Berlin. Daher sollte man in solchen Fällen den Horizont seines Kindes vorsichtig erweitern, ohne es zu überfordern.

Grundsätzlich sei es hilfreich, wenn Eltern gemeinsam mit ihrem Kind unter Menschen gehen. „Man kann beispielsweise nach der Kita noch mit anderen Familien am Spielplatz Halt machen”, schlägt Müller-Guth vor. Eltern könnten mit anderen Eltern auch Verabredungen für ihre Kinder treffen. „Am Anfang kann man sein Kind zu solchen Spielnachmittagen auch begleiten, bis es sich sicher fühlt”, sagt der Erziehungsberater. Und falls das Kind lieber Besuch von anderen bekommt, sollte man auch das ermöglichen - auch, wenn es manchmal etwas anstrengend sei.


Damit Kinder zu sozialen Wesen heranreifen, brauchten sie ein gesundes Selbstbewusstsein, betont der Psychologe. „Es ist daher gut, wenn Eltern ihren Kindern immer wieder Aufgaben übertragen, bei denen sie mit anderen in Kontakt treten.” Beispielsweise könne man sie dazu animieren, beim Bäcker die Bestellung aufzugeben oder im Restaurant nach der Rechnung zu fragen. Solche Erlebnisse machten Kinder stolz und förderten ihr Selbstvertrauen anderen gegenüber.

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