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Nürnberg: Im Ruhestand die eigene Stadt als Tourist entdecken

Nürnberg : Im Ruhestand die eigene Stadt als Tourist entdecken

Durch freie Zeit im Ruhestand können Senioren endlich ausgetretene Pfade verlassen. „Dies darf man durchaus wörtlich verstehen”, sagt Sabrina Dellith, Leiterin des Seniorenamtes der Stadt Nürnberg. Wer nicht mehr von Termin zu Termin hetzen müsse, habe die Chance, seine Umgebung neu zu entdecken.

„Vielleicht hat man Lust, seine Stadt oder seinen Landkreis mit den Augen eines Touristen zu sehen”, schlägt Dellith vor. Schon wer mit Muße durch seine nähere Umgebung schlendere, entdecke meist interessante bauliche Details oder Neuerungen.

Einen Perspektivwechsel erlebe man auch, wenn man in ein oberes Geschoss eines öffentlichen Gebäudes oder auf einen Kirchturm steigen könne.

Veränderte Eindrücke bringen viele Menschen rasch auf neue Ideen. „Dann bekommt man plötzlich Lust, ein neues Café auszuprobieren, oder geht in ein Museum, in dem man seit Jahrzehnten nicht mehr war”, sagt die Expertin. Die meisten Menschen machten solche Unternehmungen oft allenfalls mit Besuchern und gingen dann nur auf deren Wünsche ein. Nun hätten sie die Chance, eigenen Interessen nachzugehen.

Auch entferntere Ecken der Heimatstadt lassen sich so entdecken. „Wieso sollte man nicht einmal mit dem Bus oder der Straßenbahn bis zur Endstation fahren und sich dort umsehen?”, fragt Dellith.

Neugierig wie ein Tourist könne man sich hier etwa erkundigen, was ein Straßenname bedeute oder wie die Besonderheit eines Platzes entstand. Dies kann auch Anreiz sein, später in einer Bibliothek oder im Internet nach weiteren Informationen zu forschen.