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Handyverträge abschließen: Worauf achten?

Für Kinder : Handyverträge abschließen: Worauf achten?

Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Handytarifen, die häufig mit dem Abschluss eines Handyvertrags verbunden sind. Doch auch aus rechtlicher Sicht gibt es beim Vertragsabschluss einige Aspekte zu beachten.

Vertragsabschlüsse erst mit Volljährigkeit

Ab welchem Alter sollen Kinder ein eigenes Smartphone besitzen? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Doch vielen Eltern gibt die Gewissheit ein Gefühl der Sicherheit, den Nachwuchs jederzeit telefonisch erreichen zu können. Solche Vereinbarungen wie ein Handyvertrag mit Handy im Bundle dürfen allerdings erst von volljährigen Personen abgeschlossen werden. Schließlich gelten Personen in Deutschland erst mit 18 Jahren als geschäftsfähig. In diesem Fall müssen Eltern den Vertrag abschließen.

Um die mit dem Handyvertrag verbundenen Ausgaben auf ein Minimum zu begrenzen, sind Tarife mit sogenanntem Kosten-Airbag lohnenswert.

Das Widerrufsrecht beachten

Wurden die Handyverträge telefonisch, via Fax oder im Internet vereinbart, profitieren alle Vertragsparteien von einem 14-tägigen Widerrufsrecht. Auf dieses Recht müssen Anbieter den Kunden allerdings auch hinweisen. Schließen Verbraucher die Handyverträge hingegen im Ladengeschäft ab, verzichten sie automatisch auf das Widerrufsrecht.

Auf Vertragsunterlagen bestehen

Wer einen Handyvertrag abschließt, sollte sich entsprechende Unterlagen in Papierform aushändigen lassen. In diesem Fall müssen Verbraucher nicht mit Problemen rechnen, falls im Nachhinein ein Rechtsstreit über den Beleg von Vertragsinhalten droht. Wurden die Verträge hingegen per Fax, telefonisch oder über das Internet abgeschlossen, sollten Kunden ebenfalls auf einen Erhalt der Dokumente bestehen. Die Liste dieser Unterlagen schließt unter anderem die Bezeichnung des Handytarifs, Kosten von Einzelleistungen sowie die Adressdaten der Vertragspartner ein.

Auf Kleingedrucktes und Kündigungsfristen achten

Auch wenn Angebote auf den ersten Blick besonders verlockend erscheinen, ist es wichtig, die Unterlagen im Detail durchzuforsten. Auf diese Weise vermeiden alle Beteiligten böse Überraschungen. Wichtige Details beziehen sich beispielsweise auf Preisangaben, Preislisten, eine begrenzte Angebotszeit, versteckte Grundgebühren, limitiertes Datenvolumen oder weitere versteckte Nachteile.

Normalerweise können Vertragsparteien die Verträge zum Ende der Laufzeit kündigen. Im Regelfall erfolgt eine Kündigung drei Monate vor Vertragsende. Unter bestimmten Umständen können Verbraucher ebenfalls auf ein Sonderkündigungsrecht bestehen.

(vo)