Augsburg: Große Höhenunterschiede können für kleine Kinder gefährlich sein

Augsburg: Große Höhenunterschiede können für kleine Kinder gefährlich sein

In den Bergen wandern, mit der Seilbahn auf die Zugspitze fahren: Das sind spannende Urlaubspläne für Familien mit Kindern. Doch so schön die Bergwelt ist, sie birgt auch Gefahren, ganz besonders für kleine Kinder, sagt Martin Lang, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Bayern (BVKJ).

„Für Kinder unter zwei Jahren kann die Überwindung großer Höhenunterschiede schnell eine gesundheitliche Überforderung sein.” Generell rät der Kinderarzt aus Augsburg Eltern mit Kindern in diesem Alter von Differenzen über 1500 Höhenmetern ab: „Während sich der erwachsene Körper noch gut an die Veränderungen von Luftdruck und Temperaturabnahme anpassen kann, schaffen Kinder das nur schlecht oder gar nicht.” Die Folge könnten Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sein. „Und die Kleinen können ihren Eltern noch nicht mitteilen, was ihnen fehlt.”

Wer mit größeren Kindern in die Berge verreist und wandern will, sollte die Routen vorher auf Kinderfreundlichkeit studieren: „Kinder haben noch nicht so eine starke und vielseitige Muskulatur wie Erwachsene, sind mit langen oder schwierigeren Passagen schnell überfordert.” Zudem können Geröll, Eis oder ein schmaler Gebirgsweg für Kinder zur großen Gefahr werden. „Eltern müssen extrem achtsam sein und ihre Kinder auf die Gefahren aufmerksam machen.”

Um einer Überlastung in den Bergen vorzubeugen, ist zudem regelmäßiges Trinken und Pausieren wichtig. Auch ein hoher Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 sei unerlässlich, ergänzt der Experte: „Werden diese Regeln sorgsam beachtet, kann das Bergwandern mit Kindern jedoch eine tolle Erfahrung sein.”