1. Ratgeber
  2. Familie

Fünf Karten braucht es für eine Hochzeit

Perfekte Einladungen : Fünf Karten braucht es für eine Hochzeit

In den nächsten Wochen und Monaten finden wieder zahlreiche Messen rund ums Thema Hochzeit statt. Dort präsentieren Aussteller Produkte und Dienstleistungen rund um den schönsten Tag des Lebens: rund um die Hochzeit.

Dass eben dieser Tag viel Planungsleistung nötig hat, das vermuten all jene, die heiraten wollen, und wissen all diejenigen, die bereits mindestens einmal "ja" gesagt haben. Wer die Planungen greifbar machen möchte, kann sich beispielsweise an den folgenden "Karten-Meilensteinen" orientieren. Die passenden Produkte gibt es von regionalen Anbietern (meist von Fotografen) oder im Online-Handel. Bei Letzterem besteht oft mehr Gestaltungsfreiraum, was bei den Paaren in der Regel sehr gut ankommt. Zudem punkten Online-Händler mit Komplettangeboten und jeder Menge Individualität.

Die Save-the-Date-Karte merkt den Termin vor

Hochzeitsvorbereitungen dauern, zudem finden die Feierlichkeit häufig dann statt, wenn viele Outdoor-Feste anstehen - also meist in den wärmeren Monaten. Ein Blick auf die Eheschließungen der letzten Jahre zeigt: Mai, Juni, Juli, August und September sind beliebte Hochzeitsmonate. Um an einem Tag in diesen beliebten Hochzeitsmonaten "ja" sagen zu können, müssen die Rahmenbedingungen möglichst früh (idealweise ein Jahr vorher) abgesteckt sein. Dafür müssen diese Punkte "reserviert" werden:

  • Termine beim Standesamt und in der Kirche müssen vereinbart werden.
  • Die Location für die Feier muss gebucht werden.
  • Für Musik, Essen und Getränke muss gesorgt sein.

Stehen diese Eckdaten fest, dann können Gäste mit einer sogenannten Save-the-Date-Karte darauf aufmerksam gemacht werden, dass am Tag X eine große Feier ansteht. Mehr kann verraten werden, muss es aber nicht - schließlich sollte auch noch Inhalt für die offizielle Einladungskarte übrig sein.

Die offizielle Einladung. Wer den Termin geblockt hat, hat länger Zeit

Nicht vergessen: Auch Platzkarten und Menükarten müssen dem roten Gestaltungsfaden folgen. Foto: pixabay.com/© StockSnap (CC0 Public Domain)

Wer die vielleicht etwas neumodische Variante der Save-the-Date-Karte genutzt hat, um Freunde, Verwandte, Familie und andere Gäste auf den Termin einzuschwören, entschleunigt damit die Hochzeitsvorbereitungen deutlich. Der Termin ist gesetzt. Die Gäste sind informiert. Die offizielle, ausführliche Einladung kann dann zwei bis drei Monate vorher verschickt werden. Ohne Save-the-Date-Karte empfehlen Weddingplaner, die Gäste bereits sechs Monate vor der Feier einzuladen.

Und was muss draufstehen? Die Einladungskarte kann für zahlreiche wichtige Informationen verwendet werden.

  • Ort und Zeit sind die zwei wichtigsten Daten, die auf keiner Hochzeitseinladung fehlen dürfen. Finden die standesamtliche und die kirchliche Trauung direkt an einem Tag statt, ist es sinnvoll, die Gäste über beide Zeiträume zu informieren. Vor allem Gäste mit Kindern können dann entscheiden, welche Zeremonie die Wichtigere für sie ist - oder ob sich Elternpaare vielleicht "aufteilen", um Kinderbetreuung und Hochzeit unter einen Hut zu bekommen.
  • Auch ein weiterer Termin - nämlich die sogenannte Zusage-Deadline - ist auf der Hochzeitseinladung zu vermerken. Das bedeutet, dass auf der Einladung stehen sollte bis wann das Brautpaar eine Rückmeldung dazu benötigt, wer zur Feier kommt. Diejenigen, die sich um die Verköstigung kümmern (Caterer, Restaurant, etc.), müssen zwei bis vier Wochen im Vorfeld wissen, wie viele Gäste zur Feierlichkeit kommen. Grundsätzlich gilt: Je früher die Rückmeldungen erfolgen, desto stressfreier wird es für das Brautpaar, denn erst wenn alle Zu- oder Absagen eingetrudelt sind, kann über die Sitzordnung nachgedacht werden oder können etwaige Platzkarten gestaltet und gedruckt werden. Auch für die Menükarten ist es jetzt (wenn der Menüplan steht) der richtige Zeitpunkt.
  • Ein weiterer Punkt mit hohem Informationswert ist der Hinweis zu etwaigen Geschenken. Wer online oder in einem Kaufhaus einen Hochzeitstisch errichtet hat (mit einer Auswahl an Geschenken, die sich das Paar wünscht), sollte darauf verweisen. Wer sich nur Geld wünscht, kann diese Tatsache in einen netten Spruch verpacken. Gängig sind dabei Sprüche wie etwa "Da unser Haushalt längst komplett, schenkt uns keine Sachen, lasst lieber unser Sparschwein lachen." Auch ist es denkbar eine Art "Spendenbox" aufzustellen und bereits in der Einladungskarte darauf zu verweisen, dass das Geld, was in der Box landet, anschließend an eine gemeinnützige Einrichtung gespendet wird.
  • Wer einen privaten oder professionellen Weddingplaner beauftragt hat, der beispielsweise etwaige Einlagen und dergleichen koordiniert, der sollte auf der Einladungskarte die Kontaktdaten vermerken. So können alle weitere Rückfragen direkt mit dem Weddingplaner besprochen werden und das Brautpaar wird entlastet. Darüber hinaus können ein paar Details der Feier zur Überraschung werden.

Nach der Feier: die offizielle Dankeskarte

Meist zeigt die Karte, die nach der Hochzeit als Dankeskarte verschickt wird, das Paar im Hochzeitsoutfit und erinnert so nochmal an den schönsten Tag im Leben. Was textlich auf die Karte soll, ist natürlich dem Paar selbst überlassen. Emotional und individuell dürfen die Worte des Dankes ruhig ausfallen.

Fazit: Es braucht fünf Karten für eine Hochzeit

Summa summarum braucht es also fünf Karten, die eine Hochzeit von A bis Z begleiten. (1) Eine Save-the-Date-Karte, (2) eine Einladungskarte, (3) Platzkarten, (4) Menükarten und eine (5) Dankeskarte. Besonders wichtig ist es dabei, dass sich der sprichwörtliche rote Faden durch die Gestaltung der Karten zieht und im Idealfall auch von der Dekoration an der Event-Location aufgegriffen wird.

(vo)