München: Familienministerin Schröder: 30-Stunden-Woche für junge Eltern ideal

München: Familienministerin Schröder: 30-Stunden-Woche für junge Eltern ideal

Um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, verlangt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) von Unternehmen noch flexiblere Arbeitszeitmodelle.

„Eine 30-Stunden-Arbeitswoche könnte für beide Partner nahezu ideal sein”, sagte Schröder in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus”. 40 Stunden Arbeitszeit seien den meisten Eltern von kleinen Kindern zu viel, „mit 20 Stunden katapultieren sie sich ins Karriere-Abseits”.

Die Ministerin will eigenen Worten zufolge zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für eine „Vollzeitnahe Teilzeitarbeit” werben. Beiden Elternteilen sollte es mit Teilzeitjobs ermöglicht werden, in den ersten Jahren mehr Zeit mit dem Kind zu verbringen. Die Teilzeitvariante mit einer 30-Stunden-Woche sei für Arbeitgeber attraktiv und auch für Männer interessant, sagte Schröder in dem am Freitag vorab veröffentlichten Interview. Sie lobte Mütter und Väter in Teilzeit, weil diese „oft viel effizienter als ihre Vollzeit-Kollegen arbeiten”.

Schröder forderte außerdem mehr „Verständnis und Rücksichtnahme für die familiären Aufgaben von Mitarbeitern” in den Firmen. Sie ermutigte Väter, „selbst Freiräume einzufordern, etwa um einen Arzttermin mit dem Kind wahrzunehmen” und appellierte an Vorgesetzte, Väter ebenso zu unterstützen wie Mütter. Schröder mahnte: „Arbeitgeber müssen lernen, dass jeder Bewerber - egal ob Mann oder Frau - sich eventuell als Mutter oder Vater um die Familie kümmern will.”

Mehr von Aachener Zeitung