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Düsseldorf: Familie und Beruf vereinbaren: Väter sollen sich stärker beteiligen

Düsseldorf : Familie und Beruf vereinbaren: Väter sollen sich stärker beteiligen

Familie und Beruf sollen sich besser vereinbaren lassen - dabei rücken die Väter stärker in den Blick. Ein Familiengipfel mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat am Mittwoch in Düsseldorf in einer gemeinsamen Erklärung mehrere Maßnahmen zugunsten von Vätern angeregt. Demnach sollten Arbeitgeber Väter in gleichem Maße wie Mütter unterstützen. Die NRW-Landesregierung plant auch eine „Väterkampagne” für eine aktive Vaterschaft.

In NRW gehen nur 25,5 Prozent der Väter in Elternzeit, wie Familienministerin Christina Kampmann (SPD) sagte. Davon nähmen 60 Prozent eine berufliche Auszeit von lediglich zwei Monaten zur Betreuung des eigenen Kindes. Aber es gibt auch regionale Unterschiede: In Gelsenkirchen gingen nur 10,5 Prozent, in Münster dagegen mehr als ein Drittel der Väter in Elternzeit. Berufstätige Väter und Mütter haben Anspruch auf Elternzeit. Zwar fällt ein Teil des Einkommens weg, das Arbeitsverhältnis bleibt aber bestehen.

Der Ausbau einer hochwertigen, bezahlbaren Kinderbetreuung ist nach Ansicht des Präsidenten der Unternehmensverbände in NRW, Horst-Werner Maier-Hunke, wichtig. Die Schaffung bezahlbarer Kinderbetreuung sei Aufgabe des Staates. Problematisch seien die ungleichen Beiträge für die Kinderbetreuung in den Kommunen, sagte Andreas Meyer-Lauber, Chef des DGB-NRW.

Flexible, familienorientierte Arbeitszeiten sowie ortsunabhängiges Arbeiten seien wichtige Bausteine für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf - darüber waren sich die Teilnehmer des Familiengipfels einig. Führungskräfte sollten ermutigt werden, selbst familienfreundliche Angebote zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten.

(dpa)