Münster/Bonn: Explosiver Spaß: Silvester-Knaller bergen Gefahren

Münster/Bonn: Explosiver Spaß: Silvester-Knaller bergen Gefahren

Den kleinen China-Böller noch schnell zu einem richtigen Silvesterkracher aufrüsten: Wer gesund ins neue Jahr kommen möchte, sollte an Silvester vorsichtig mit Rakete und Co. umgehen. Basteleien an kleinen Knallern sind nach Angaben der Bezirksregierung in Münster die häufigste Unfallursache.

„Streng genommen enthalten alle Feuerwerkskörper Sprengstoff”, sagte NRW- Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). „Das müssen wir bei aller Freude an den bunten Knalleffekten beachten.” Ein Silvesterfeuerwerk könne mehr als 1000 Grad heiß werden, warnte die Bezirksregierung.

Es bestehe die Gefahr schwerster Verbrennungen. Jedes Jahr verlören Menschen an Silvester Augenlicht, Hörvermögen oder Finger und Hände, hieß es weiter. Blindgänger dürften nicht erneut gezündet werden. Damit die Knallerei in der ausgelassenen Partystimmung nicht nach hinten losgeht, sollten Feiernde Böller nur mit klarem Kopf benutzen. „Wer alkoholisiert ist, läuft Gefahr, die Sicherheit auf die leichte Schulter zu nehmen.”

Gerade illegal angebotene Sprengsätze sind laut Bezirksregierung Münster lebensgefährlich. In Deutschland seien nur Feuerwerksartikel zugelassen, die eine sogenannte BAM-Nummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung tragen. Aber auch bei legalen Böllern gilt: Nach dem Anzünden Abstand halten und nur im Freien benutzen.

Heftiges Knallen in der Silvesternacht versetze Haustiere „in Angst und Schrecken”, warnte zudem der Deutsche Tierschutzbund in Bonn. Die Nähe einer vertrauten Person sei daher wichtig. Die Tierschützer raten, einen ruhigen Raum zu schaffen und Käfige zusätzlich abzudecken. Überall dort, wo Tiere leben, sollten Feiernde möglichst ganz auf lautes Knallen verzichten.