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Diese Dinge sollten bei dem Vererben einer Immobilie beachtet werden

Nachlass : Diese Dinge sollten bei dem Vererben einer Immobilie beachtet werden

Regelmäßig ist ein Todesfall innerhalb der Familie der Auslöser für Streitigkeiten um den Nachlass. Ein Testament kann hierbei Abhilfe verschaffen, vor allem dann, wenn eine Immobilie vererbt werden soll.

Deshalb gibt es einiges zu beachten, wenn man eine Immobilie vererben möchten.

Diese Dinge sollte man beachten

Eine Alternative zu dem Vererben einer Immobilie kann eine Schenkung zu Lebzeiten darstellen. Lassen Sie sich diesbezüglich am besten von einem fachlich geprüften Juristen beraten.

Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihren Erben darüber, was diese mit der geerbten Immobilie vorhaben, um Streitigkeiten und Missverständnisse im Nachhinein zu vermeiden.

Sofern Sie Ihrem Ehepartner oder Ihren Kindern das Familienheim vererben möchten, ist dies grundsätzlich steuerfrei. Die einzige Bedingung ist, dass der oder die Erben zuvor für mindestens zehn Jahre in der Immobilie gewohnt haben müssen. Außerdem darf die Wohnfläche einer an die Kinder vererbten Immobilie 200 m2 nicht übersteigen.

Immobilie im Testament vererben

Sofern kein Testament vorhanden ist und eine Immobilie zu dem Eigentum des Verstorbenen gehört, geht diese in den Besitz des oder der Erben über. In diesem Fall wird in der Regel eine Erbgemeinschaft gebildet, in der keiner der Erben alleine darüber entscheiden kann, was mit dem Erbe geschieht.

Da sämtliche Erben dem Verkauf einer Immobilie zustimmen müssen, kommt es in derartigen Angelegenheiten nicht selten zu Streitigkeiten innerhalb der Erbgemeinschaft. Um dem vorzubeugen, kann der letzte Wille genau vermerkt werden, sodass allen Beteiligten Streit und Kosten erspart bleiben.

Diese Stolperfallen sollten Sie beachten

Es gibt einige Stolperfallen, die es unter jeglichen Umständen zu vermeiden gilt. Einige der häufigsten Stolperfallen haben wir einmal kompakt für Sie zusammengefasst und möchten Ihnen verraten, wie Sie diese umgehen können.

Kein Testament verfassen

Sofern der Besitzer einer Immobilie kein Testament verfasst hat, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Das kann sowohl zu Streitigkeiten innerhalb der Familie führen als auch dazu, dass eines der Familienmitglieder am Ende komplett leer ausgeht. Verfassen Sie daher bereits zu Lebzeiten Ihr Testament, sofern Sie Ihren Angehörigen derartige Streitigkeiten ersparen möchten.

Kein Ersatzerbe vorhanden

Verstirbt ein in dem Testament benannter Erbe bereits bevor dieser das Erbe erhält, so greift ebenfalls automatisch die gesetzliche Erbfolge. Diese ist allerdings nicht immer im Sinne des Erblassers, weshalb die Benennung eines Ersatzerben äußerst wichtig ist, um das Inkrafttreten der gesetzlichen Erbfolge zu vermeiden.

Vererben an einen nicht ehelichen Partner

Wer eine Immobilie an einen nicht ehelichen Partner vererben möchte, der muss diesen im Testament unbedingt eindeutig benennen. Geschieht das nicht, so tritt auch in diesem Fall automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft, wobei der nichteheliche Partner leer ausgeht.

Keine Kinder vorhanden

Ehepaare ohne Kinder, die kein Testament hinterlassen, vererben nicht automatisch alles an den verbliebenen Ehepartner. Denn auch deren Eltern und Geschwister werden in diesem Fall durch die gesetzliche Erbfolge berücksichtigt. Für den Fall, dass der Ehepartner den Nachlass als Alleinerbe verwalten soll, so muss dieser im Testament genau benannt werden.

Keine Klarheit

Ein Testament soll für jedermann klar und ersichtlich den letzten Willen eines Verstorbenen wiedergeben. Doch sofern in diesem nicht klar hervorgeht, wie der Nachlass behandelt werden soll, kann es mitunter zu Fehlern kommen. Aus diesem Grund sollte das eigene Testament immer so formuliert werden, dass es nicht zu Unklarheiten kommt oder nach dem Tod offene Fragen bestehen, wie mit dem Erbe verfahren werden soll.