1. Leben
  2. Familie

Der Labrador als Familienhund: Ernährung und Pflege

Ernährung und Pflege : Der Labrador als Familienhund

Kinder lieben Haustiere. Besonders beliebt sind Hunde, weil sie als treue Begleiter am gesamten Familienalltag teilnehmen können.

Bereits Hildegard von Bingen wusste „Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund“. Daher verwundert es nicht, dass sich viele Menschen den kuscheligen Vierbeiner als Haustier wünschen. Auf der Liste der beliebtesten Hunde der Deutschen belegt seit Jahren der Labrador einen der vordersten Plätze. Er ist ein treuer Begleiter im Alltag, bereitet uns Freude und tröstet uns.

Pädagogen sind sich einig, dass es vor allem für Kinder viele Vorteile hat, wenn sie mit Hunden zusammenleben. So fördert der direkte Kontakt mit dem Vierbeiner zum Beispiel das kindliche Immunsystem und unterstützt die Entwicklung wichtiger sozialer Kompetenzen. Kinder lernen zum Beispiel im Umgang mit dem Familienhund, bewusst Grenzen zu setzen und auf die Bedürfnisse anderer einzugehen.

Außerdem ist das Zusammenleben mit einem Hund wohltuend für die Kinderseele, kann Vertrauen schaffen, erden und ausgleichen. Eine spontane Entscheidung sollte die Aufnahme eines Hundes allerdings niemals sein, denn das Zusammenleben bringt Herausforderungen mit sich, die im Sinne aller Familienmitglieder gemeistert werden wollen.

Passt ein Hund zu uns? 

Ein Hund sollte immer aus den richtigen Beweggründen aufgenommen werden. Jede Familie sollte gut überlegen, ob sie sich ein vierbeiniges Familienmitglied zulegen möchte. Vor allem Welpen benötigen viel Zeit und Pflege. Viel zu häufig kommt es leider vor, dass die schöne Vorstellung vom Spaß mit einem Haustier zu einer überstürzten Entscheidung führt oder der Hund während einer schwierigen Zeit als Trostspender oder Zeitvertreib angesehen wird. Die falschverstandene Tierliebe kann dazu führen, dass man vorschnell ein Haustier kauft, ohne sich über dessen Bedürfnisse Gedanken zu machen. Schlimmstenfalls kann das zu Tierleid führen. 

Um das zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Anschaffung eines Hundes sorgsam zu überdenken. Sehen die treuen Hundeaugen noch so niedlich aus, wer Fragen wie:

  • Habe ich ausreichend Zeit für einen Hund? 
  • Lässt der Familienalltag die umfängliche Pflege eines Haustieres zu? 
  • Sind die räumlichen Verhältnisse dafür geeignet, einem Hund ein artgerechtes Zuhause zu bieten?
  • Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden, ein vierbeiniges Familienmitglied aufzunehmen?
  • Sind Allergien bei allen Familienmitgliedern ausgeschlossen? 
  • Kann ich mir seine Haltung leisten? 
  • Habe ich mich über seine Pflege und Ernährung ausreichend informiert?

Wer nicht jede Frage mit einem „Ja“ beantworten kann, sollte aus Liebe zum Tier erst einmal vom Kauf Abstand nehmen.

Das richtige Futter für den Vierbeiner

Zieht der Labrador als niedlicher Welpe ein, sollten sich die zukünftigen Besitzer über seine Ernährung informieren. Labradore zählen zu den großwüchsigen Hunden, die bei stark energiereichem Futter, zum Beispiel aufgrund zu vieler Kohlenhydrate, schnell in die Höhe schießen. Das rasante Wachstum kann zu einer übermäßigen Belastung von Knochen und Gelenken führen. Gleichzeitig drohen Übergewicht und eine daraus resultierende Instabilität der Knochen.

Junge Hunde benötigen ausreichend Nährstoffe, um sich gesund entwickeln zu können. Wichtig sind bedarfsgerechte Anteile von Energie, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Für Labradore und andere Hunderassen wird zu dem Zweck spezielles Welpenfutter angeboten. Dieses ist direkt auf die sich im Wachstum befindlichen Fellnasen zugeschnitten und beinhaltet eineausgewogene Zusammensetzung der wichtigen Nährstoffe. Die Fütterungsempfehlungen für die Hunde richten sich nach ihrem Gewicht. Ebenso beeinflusst der Aktivitätsgrad des Vierbeiners die tägliche Futtermenge.

Für ausgewachsene Hunde empfiehlt sich Hundenahrung mit einem hohen Fleischanteil. Dieser dient dem Tier als wichtigste Proteinquelle. Dennoch sollten Bestandteile wie ein moderater Anteil an Kohlenhydraten und auch Vitamine nicht vergessen werden. Kohlenhydrate in Form von glutenhaltigem Getreide, wie Weizen, sollten möglichst gar nicht im Hundefutter enthalten sein.

Die meisten Hundehalter entscheiden sich für die Fütterung ihres Hundes mit Trockenfutter. Dieses überzeugt aufgrund:

  • der einfachen Portionierung,
  • der langen Haltbarkeit und
  • dem hohen Energiegehalt.

Soll der Labrador bei einer Fütterung mit Trockenfutter in den Genuss von Frischfleisch kommen, ist als Zubereitungsart der Nahrung dieFleischsaftgarung zu empfehlen.

Welche Vorteile bringt die Fleischsaftgarung mit sich?

Wird Trockenfutter aus der Fleischsaftgarung hergestellt, wird es direkt und ohne Zugabe von Wasser, nur im eigenen nährstoffreichen Fleischsaft, über lange Zeit gegart. Das geschieht bei einer niedrigen Temperatur, sodass keine Nährstoffe verlorengehen. Aufgrund des hohen Fleischanteils und der Zubereitungsmethode quillt die Nahrung im Magen des Hundes nicht auf. Das verhindert:

  • die Entstehung des sogenannten Futterbauchs, 
  • lange Futterruhe und 
  • die Gefahr einer Magendrehung.

Hunde sind von Natur aus Fleischfresser, sodass sie Futter aus Fleischsaftgarung hervorragend verwerten und verdauen können. Durch die hochqualitative Zubereitung der Hundenahrung wird der nährstoffreiche Fleischsaft konzentriert, was seinen Geschmack auf natürliche Weise erhält. Dementsprechend kommt die Fleischsaftgarung ohne künstliche Geschmacksstoffe aus. Ein weiterer Vorteil: Der enthaltene Fleischsaft macht die komplette Restfeuchte in den Happen aus, sodass die Kroketten für den Hund kaubar-weich bleiben.

Der Labrador als bewegungsfreudiges Energiebündel

Für Familien mit Kindern ist ein Labrador das ideale Haustier, denn die Hunde sind gutmütig und menschenfreundlich. Ihr unkompliziertes Wesen sorgt dafür, dass sie auch Anfängern kein Kopfzerbrechen bereiten. Dennoch sollte bedacht werden, dass die Vierbeiner konsequente Erziehung benötigen. Speziell Junghunde auf dem Weg zum kräftigen ausgewachsenen Labrador, testen mit Vorliebe ihre Grenzen aus. Deshalb gilt besonders im Umgang mit Kindern: Kräfte nicht überschätzen und lieber auf Nummer Sicher gehen.

Die Straßenverkehrsordnung legt fest, dass Kinder unter 14 Jahren nicht dazu geeignet sind, allein mit einem Hund im öffentlichen Raum Gassi zu gehen. Auch ältere Kinder sollten nur dann alleine mit dem Hund spazieren gehen, wenn sie körperlich, geistig und sozial vollumfänglich dazu in der Lage sind. Hier sollten die Eltern vorbereitende Gespräche führen und die ersten Spaziergänge begleiten, um wichtige Grundkenntnisse und Verhaltensregeln vermitteln zu können.

Labradore zeichnen sich durch ihre verspielte Neugier aus. Werden die Tiere gesund und ausgewogen ernährt, haben sie viel Energie. Um sich auszupowern, benötigen sie ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Lange Spaziergänge durch die Natur oder Spieleinheiten im Hundepark bringen den Tierbesitzern ein fröhliches Schwanzwedeln ein. Empfehlenswert ist es, den Labrador in einem Haus mit großem Grundstück zu halten. Auf die Weise fühlt er sich nicht eingeengt und braucht nicht die Gassirunde abzuwarten, um seinem Bewegungsdrang zu frönen.

 Kinder in die Tierpflege einbeziehen

Schon sehr kleine Kinderhände können mithelfen, wenn es darum geht, das vierbeinige Familienmitglied zu versorgen. Das sollten sie auch, denn so lässt sich spielerisch lernen, wie viel Arbeit und Verantwortung ein Tier bedeutet und wie wichtig es ist, seine Bedürfnisse in den Familienalltag zu integrieren. 

Die allgemeine Pflege des Hundes gestaltet sich nicht schwer. Das kurze und glatte Fell sowie die Unterwolle sollten jedoch regelmäßig gebürstet und von Knötchen befreit werden. Speziell während des zweimal im Jahr einsetzenden Fellwechsels ist vermehrtes Kämmen Pflicht. Diese Aufgabe übernehmen Kinder unter Anleitung meist sehr gerne, denn sie lässt sich hervorragend mit ausgiebigen Kuscheleinheiten verbinden.

Eltern sollten immer ein wachsames Auge darauf haben, wenn sich die Kleinen mit dem Hund beschäftigen und korrigierend eingreifen, wenn die Kleinen es zum Beispiel beim Füttern einmal zu gut mit ihrem vierbeinigen Liebling meinen. Ein detaillierter Fütterungs- und Pflegeplan in Bildform kann dazu beitragen, dass schon Kinder im Kindergartenalter selbstständig einen Teil der Tierpflege übernehme und den Familienhund von Anfang an liebevoll begleiten können.