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Der Hund ist krank - was tun?

Haustiere : Der Hund ist krank - was tun?

Hunde sind die besten Freunde der Menschen. Dass da mehr als nur ein Spruch dahintersteckt fühlt jeder Mensch spätestens dann, wenn er einen eigenen Hund in seine Familie aufnimmt.

Hunde sind äußerst feinfühlige Wesen und besitzen eine recht hohe Intelligenz, vergleichbar mit der von einem sehr jungen Kleinkind. Daher sind sie die optimalen Begleiter, auch in schwierigen Lebensphasen. Der Grund liegt auf der Hand: Hunde fühlen, wenn es ihren menschlichen Kumpanen nicht gut geht. Da wir viel mit viel Liebe von unseren vierbeinigen Flauschfreunden belohnt werden, ist es auch ratsam diese durch Wertschätzung und Aufmerksamkeit auszugleichen. Menschen machen dies meist in einer Form der Fürsorge. Dazu gehört es auch, sich um den Hund zu kümmern, wenn es ihm schlecht geht. Leider haben viele Hundebesitzer aber Probleme dabei die Körpersprache ihres Haustiers zu verstehen und scheitern daher schon relativ früh an der Problemlösung.

Der Hund verhält sich komisch - die ersten Schritte!

Wenn sich das geliebte Haustier eigenartig verhält, macht das nervös. Das ist völlig normal und natürlich. Man hat ja schließlich Angst, dass das geliebte Tierchen Schmerzen ausgesetzt ist und in Lebensgefahr schwebt, doch gerade in der ersten Phase sollte Ruhe bewahrt werden. Da Hunde so ein hohes Empathie-Vermögen besitzen, lassen sie sich leicht vom Stress des Besitzers anstecken und das Tier in noch mehr Stress zu versetzen, sollte gerade in Krankheitsfällen vermieden werden.

Als nächsten Schritt sollte natürlich abgewogen werden wie stark die Symptome sind und wie sehr ein Tierarzt-Besuch urgiert. Sollte der Vierbeiner nur einmal weniger fressen kann auch mal das Wochenende abgewartet werden, bevor man einen Veterinärmediziner aufsucht. Gerade bei ständiger Übelkeit, Durchfall und dem Verdacht auf schwere Krankheiten und Vergiftungen sollten Sie möglichst schnell zum Arzt. Wichtig ist es selbstverständlich auch hier trotzdem Ruhe zu bewahren.

Die häufigsten Erkrankungen von Hunden

  • Wurmbefall

Wenn aus einem Haustier plötzlich abertausende Haustierchen werden: Der Wurmbefall ist eine besonders eklige Angelegenheit, mit der viele Menschen mit felligen Freunden mindestens einmal konfrontiert werden.

Wenn der Hund besonders lange mit der Erkrankung zu kämpfen hat, kann das einen Nährstoffmangel und Gewichtsverlust bedeuten, der im Ernstfall lebensbedrohlich werden kann. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und hängen von der Art des Wurms und dem Hund selbst, sowie von seinem Alter ab. Häufige Symptome sind blutiger Durchfall, weiße Flecken im Stuhl und Juckreiz in der Aftergegend. Der Hund wird sich durch den Juckreiz häufig lecken oder den Hintern am Boden schleifen. Um Wurmbefall vorzubeugen können regelmäßige Wurmkuren zur Prophylaxe durchgeführt werden. Um den Befall eindeutig festzustellen analysiert der Tierarzt eine Stuhlprobe.

  • Hüftgelenksdisplasie

Die Hüftgelenksdisplasie betrifft meistens sehr große oder übergewichtige Hunde. Es handelt sich hierbei um eine Verformung des Hüftknochens, der beim Vierbeiner für große Schmerzen sorgt. Die ersten Symptome sind knacksende oder knirschende Geräusche beim Laufen, und Schmerzen beim Stehen, oder hinlegen. Häufig bewegen sich betroffene Hunde auch sehr steif.

Um die Krankheit möglichst zu vermeiden sollte auf ausreichend Bewegung geachtet werden. Außerdem sollte Übergewicht gemieden werden.

  • Tumore

Leider bleiben auch die geliebten Haustiere nicht vor gefährlichen Krebserkrankungen verschont. Die Symptome sind sehr unterschiedlich, je nach Art und Position des Tumors. Es können aber Krankheitszeichen wie Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Lustlosigkeit oder Husten auftreten. Manchmal kann man die Tumore sogar unter dem Fell ertasten. Wenn Sie eine Tumorerkrankung feststellen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Veterinärmediziner aufsuchen.

Der Hund ist krank - wie damit umgehen

Wenn der Hund krank wird, ist es für die meisten Menschen so als würde das Leben eines geliebten Menschen auf dem Spiel stehen. Um die Chancen auf ein lebenswertes Leben so weit wie möglich zu erhöhen, sollten in jedem Fall so früh wie möglich Absprachen mit dem Tierarzt abgehalten werden. Therapien sollten auch so bald wie nur möglich gestartet werden. Leider stellen hohe Tierarzt - Rechnungen viele Besitzer vor ein großes finanzielles Problem. Um dieses zu stemmen werden Kredite aufgenommen, und es wird sich Geld von Freunden ausgeliehen. Für viele kommt auch eine Hunde-Versicherung in Frage, was sich vor allem dann lohnt, wenn man den sichersten Weg gehen möchte.

Die Krankheit eines geliebten Wesens stellt das ganze Leben auf den Kopf. Es müssen viele Entscheidungen getroffen und hinterfragt werden. Oft müssen Besitzer abwägen, was noch sinnvoll ist und ab wann eine Behandlung nur noch eine Qual wäre. All diese Fragen erzeugen großen Schmerz und sind keinesfalls leicht zu fällen. Gerade deshalb ist es wichtig sich sowohl finanziell, als auch mental auf diese Situationen vorzubereiten. So können sowohl Herrchen, als auch Wuff die schlimme Zeit möglichst stressfrei überstehen.