Offenbach/Bonn: Damit die Weihnachtspost rechtzeitig ankommt

Offenbach/Bonn: Damit die Weihnachtspost rechtzeitig ankommt

Schon Ende November werden die Schlangen an den Postschaltern länger. Wer also stressfrei seine Weihnachtspost aufgeben will, macht sich besser früh auf. Oder er erledigt den Versand ganz von zu Hause aus. Mit neuen Frankierungsmethoden lässt sich dabei sparen.

Dreimal so viele Pakete wie im Rest des Jahres befördern die Zusteller der Deutschen Post in der Adventszeit. Wer also nicht weiß, wie viel Porto anfällt, muss sich auf Wartezeiten einstellen. Der Weihnachtsstress in den Postfilialen beginnt bereits Ende November, sagt Elmar Müller vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) in Offenbach - dem früheren „Verband der Postbenutzer”.

Versand in Deutschland
Müller rät dazu, Pakete zum Versand innerhalb Deutschlands spätestens vier Tage vor Weihnachten aufzugeben. Für Post in Europa gilt seiner Erfahrung nach eine Abgabefrist von einer Woche, damit die Geschenke es noch rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum schaffen. In diesem Jahr bedeuten die empfohlenen Fristen konkret: Pakete müssen spätestens am 22. Dezember aufgegeben sein, um ihr Ziel in Deutschland noch rechtzeitig zur Bescherung zu erreichen.

Ziele in Europa
Zu einem Ziel in einem deutschen Nachbarland schafft es ein Paket noch bis Heiligabend, wenn es bis spätestens 15. Dezember aufgegeben wird, teilt die Deutsche Post in Bonn mit. Das gleiche gelte für Pakte in europäische Länder, die nicht zur Europäischen Union gehören. Allerdings müsse dann ein Aufpreis gezahlt werden. Ohne Aufpreis endet die Frist für Nicht-EU-Länder in Europa schon am 8. Dezember.

Wer ohne Aufpreis Pakete in die EU-Länder schicken möchte, müsste diese bis spätestens 12. Dezember abgeben, erläutert Post-Sprecher Dieter Pietruck. Mit dem teureren „Premium-Versand” kommt das Paket innerhalb der EU und der Schweiz auch dann noch rechtzeitig an, wenn es erst am 17. Dezember abgegeben wird.

USA und Übersee
Pakete in die USA müssen bereits am 27. November am Postschalter sein - ein Premium-Versand sei für diese Pakete nicht möglich. Pakete in den Rest der Welt - also etwa nach Indien, China, Chile oder Südafrika - müssten spätestens am 1. Dezember gepackt sein. Für mehr Geld kommen solche Sendungen auch dann noch rechtzeitig an, wenn sie am 10. Dezember verschickt werden.

Weitere Anbieter
Auch bei den Post-Konkurrenten gelten Versandfristen für Weihnachtspakete. In der Regel müssten Sendungen bis spätestens am Mittag des 22. Dezembers abgegeben werden, damit sie noch rechtzeitig an einer Adresse in Deutschland ankommen, sagt Susanne Stoll vom Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) in Berlin. Soll Angehörigen oder Freunden im Ausland eine Freude gemacht werden, rät sie, die Weihnachtspost bis spätestens 16. Dezember abzuliefern. Auch bei den Mitgliedsunternehmen des BIEK - etwa DPD, FedEx, Hermes oder UPS - seien aber Express-Sendungen mit kürzerer Auslieferungsdauer möglich.

Online frankieren
Die Mitglieder des BIEK betreiben keine Filialen, Sendungen können in einem der rund 18 000 Paketshops abgegeben werden. „Der Absender kann die Pakete aber auch zu Hause abholen lassen”, sagt Stoll. Das bietet auch die Post an. Es kostet allerdings drei Euro extra. Erst ab der vierten Sendung sei dieser Service kostenlos. Unabhängig von den Öffnungszeiten der Filiale könnten Pakete darüber hinaus an einer der bundesweit rund 2500 Packstationen abgegeben werden.

Wer einen Euro im Vergleich zum Versand über die Filiale sparen will, frankiert sein Paket online, rät Pietruck. Sendungen mit einem solchen Paketschein aus dem Internet könnten rund um die Uhr in jede Packstation oder Paketbox gelegt oder in einer Filiale abgegeben werden. Paketboxen sind „Briefkästen für Pakete”. Bundesweit gibt es rund 1000 solcher Boxen, die über ihre große Klappe frankierte Sendungen annehmen.