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Hannover: Cyber-Grooming: Kinder fühlen sich schnell schuldig

Hannover : Cyber-Grooming: Kinder fühlen sich schnell schuldig

Cyber-Grooming passiert in Chats, sozialen Netzwerken oder beim Spielen von Onlinegames: Harmlose Dialoge verwandeln sich in sexuelle Anmache. Betroffen sind Kinder und Jugendliche, die von vermeintlich Gleichaltrigen angeschrieben werden. In Wirklichkeit verbergen sich dahinter aber meist Erwachsene mit sexuellem Interesse an Kindern.

„Wenn Kindern oder Jugendlichen so etwas passiert, ist ihnen das sehr peinlich”, erklärt Susanne Rödiger. Sie ist Medienpädagogin bei „Juuuport”, einem Portal, das von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt getragen wird. Die Scham sei das größte Hemmnis, sich Eltern oder Freunden anzuvertrauen.

Eltern können nicht ausschließen, dass ihr Kind im Internet solche Erfahrungen macht. Aber sie können etwas dafür tun, dass es unwahrscheinlicher wird. Dazu sollten sie mit ihren Kindern besprechen, was sie von sich in Chats preisgeben: Der Nachwuchs sollte mit Namen, Adressen, Urlaubsbildern im Bikini oder Badehose und anderen Daten geizig umgehen. Auch Telefonnummern sollten Chatpartner auf keinen Fall bekommen.

(dpa)