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Berlin: Betreutes Wohnen: Angehörige müssen sich um viel kümmern

Berlin : Betreutes Wohnen: Angehörige müssen sich um viel kümmern

Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft kann für Menschen mit Demenz eine Alternative zum Heim sein. In der Regel leben sechs bis zwölf Personen in einer großen Wohnung zusammen. Sie werden von einem ambulanten Pflegedienst betreut. An Angehörige stellt diese Wohnform aber einige Herausforderungen.

Denn sie vertreten die Erkrankten und sind Mieter der Wohnung. Dazu müssen sie entweder bevollmächtigt sein oder vom Betreuungsgericht zum rechtlichen Betreuer bestellt werden. Darauf weist die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hin.

Neben der rechtlichen Vertretung kümmern sich die Angehörigen um gemeinsame Anschaffungen, Renovierungen und um die Absprachen mit dem Pflegedienst. Sind sie mit ihm nicht zufrieden, können sie den Vertrag kündigen und einen anderen Pflegedienst beauftragen.

In der Regel entsprechen die Kosten einer betreuten WG denen eines Pflegeheims. Welche Wohnform besser für einen Demenzerkrankten geeignet ist, hängt von dessen Vorlieben ab: Fühlt er sich in einer familienähnlichen Umgebung mit großer sozialer Nähe wohl? Dann ist eine Wohngemeinschaft für ihn in der Regel gut geeignet.

(dpa)