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Hamm: Bei Wohnstreit zwischen getrennten Partnern geht Kindeswohl vor

Hamm : Bei Wohnstreit zwischen getrennten Partnern geht Kindeswohl vor

Beim Streit zwischen getrennt lebenden Eheleuten um das Wohnrecht in der gemeinsamen Eigentumswohnung geht das Wohl des Kindes vor. Das hat das Oberlandesgerichts Hamm in zweiter Instanz entschieden (Az.: 2 UF 58/13).

Mit Urteil vom 24. September verpflichtete der 2. Senat für Familiensachen die Kindesmutter zur Räumung, wie das Gericht am Mittwoch bekanntgab. Die Mutter hatte zunächst mit dem Sohn in der Wohnung gelebt. Nachdem es zwischen ihnen zum Dauerstreit kam, forderte der Ehemann die Herausgabe der Wohnung.

Da der Vater besser mit dem Sohn zurechtkomme, solle er jetzt gemeinsam mit ihm in der Wohnung leben, entschied der Senat und bestätigte das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Marl. Es spiele keine Rolle, dass der in der Ausbildung stehende junge Mann bereits volljährig sei, hieß es in der Begründung.

Das Interesse des Sohnes an einer geordneten und möglichst entspannten Familiensituation habe Vorrang vor dem Interesse der Kindesmutter an dem Verbleib in der Wohnung.

(dpa)