Hamburg: Bei Prüfungsstress für einen entspannenden Ausgleich sorgen

Hamburg: Bei Prüfungsstress für einen entspannenden Ausgleich sorgen

Wenn die Prüfung immer näher rückt, steigt bei vielen auch die Anspannung. Ein gesundes Maß kann sich positiv auswirken und die Vorbereitung sogar fördern.

Wenn die Nervosität jedoch zu einer massiven Prüfungs- und Versagensangst wird, besteht die Gefahr des Scheiterns. „Um Prüfungsängsten vorzubeugen, muss man für einen Ausgleich sorgen”, sagt der Psychologe Bernd Nixdorff von der Studienberatung der Universität Hamburg. So sollten in dieser Zeit die Freunde oder das Hobby keineswegs vernachlässigt werden.

Auch Entspannungsübungen wie Autogenes Training oder Yoga würden helfen, Stress abzubauen. „Zudem rate ich, in diesen Situationen den Alltag stressfreier zu gestalten”, sagt Nixdorff.

So sollte man sich frühzeitig das Lernpensum einteilen, bei Problemen Hilfe holen und Prioritäten setzen. „Es ist in dieser Zeit ebenso besser, Leute zu meiden, die mit den eigenen Problemen Kräfte rauben”, fügt der Psychologe hinzu. Wichtig sei auch, rechtzeitig mit dem Lernen aufzuhören. „Was man einen Tag vor der Prüfung noch nicht weiß, lernt man nicht mehr”, unterstreicht Nixdorff.

Auch mental kann man etwas tun, um sich optimal auf das Examen vorzubereiten. So rät der Experte, sich motivierende Sätze zu überlegen, damit negative Gefühle nicht aufkämen. „Man kann sich beispielsweise selbst Mut zusprechen, indem man sagt: Andere haben das auch geschafft oder Ich habe mich gut vorbereitet”, fügt er hinzu.

Wenn man jedoch das Gefühl habe, die Prüfungsangst nicht in den Griff zu bekommen, sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

In der Prüfungssituation selbst gilt es, nicht zu verkrampfen, ruhig durchzuatmen und sich Zeit zum Nachdenken zu lassen. „Auch in einem Examen darf man seine Aufregung zeigen und nachhaken, wenn man eine Frage nicht verstanden hat”, fügt Nixdorff hinzu.

Wichtig sei zudem, sich nicht an bestimmten Aspekten festzubeißen. „Wenn man eine Frage nicht beantworten kann, gilt es, sich auf die nächste zu konzentrieren”, betont der Psychologe.

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