Bei Kindern auf Alkoholgehalt von Medikamenten achten

Bei Kindern auf Alkoholgehalt von Medikamenten achten

Neumarkt. Alkohol ist für Kinder besonders schädlich. Die meisten Eltern achten deshalb peinlich darauf, dass in die Hände ihres Nachwuchses nichts Hochprozentiges gelangt.

Alkoholische Zusätze sind allerdings auch in vielen flüssigen Arzneimitteln enthalten, vor allem als Lösungs- oder Konservierungsmittel. Eltern sollten deshalb im Beipackzettel nachlesen, ob Medikamente auch für Kinder geeignet und zugelassen seien, bevor sie diese verabreichten, rät die Neumarkter Apothekerin Margit Schlenk, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer.

Insbesondere Kleinkinder unter sechs Jahren sollten nach Angaben der Apothekerin nur Medikamente ohne Alkohol oder mit einem sehr geringen Alkoholanteil einnehmen. Arzneimittel, bei denen die im Beipackzettel vorgeschriebene Einzeldosis mehr als drei Gramm Alkohol enthalte, seien für Kinder nicht geeignet. Ab einer Konzentration von 0,05 Gramm pro Einzeldosis sind Hersteller dazu verpflichtet, auf den Alkoholgehalt der Medikamente hinzuweisen.

„Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, können Arznei-Tropfen auch in eine heiße Tasse Tee geben”, rät Schlenk. Denn dann verdampfe der Alkohol, ohne dass die Wirkung beeinträchtigt werde. Für eine solche Gabe seien allerdings nur Fenchel- oder Früchtetees geeignet, schwarzer Tee sollte nicht verwendet werden.

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