Tübingen/München: Bei Hausaufgaben nicht mehr als nötig helfen

Tübingen/München : Bei Hausaufgaben nicht mehr als nötig helfen

Eltern dürfen ihren Kindern bei den Hausaufgaben nicht zu viel Arbeit abnehmen. Sonst lernen die Schüler nichts dabei.

„Dass man seinen Kindern helfen will, ist verständlich. Doch Eltern sollten nicht mehr als nötig tätig werden”, rät der Bildungsforscher Prof. Ulrich Trautwein von der Universität Tübingen. Mütter und Väter sollten ihre Kinder die Aufgaben daher zunächst allein bewältigen lassen. „Wenn Kinder allerdings um Hilfe fragen, ist es okay, sie zu unterstützen”, sagte Trautwein der Zeitschrift „Focus Schule”.

Nimmt ein Kind das Erledigen der Hausaufgaben selbst in die Hand, fördert das dem Magazin zufolge die Eigeninitiative. Außerdem lernten Schüler auf diese Weise, ihre Fehler selbst zu erkennen. Sind Eltern dagegen zu fürsorglich, kann das mehr schaden als nützen.

So mischten sich Mütter und Väter vor allem dann ungefragt ein, wenn ihre Kinder schlechte Noten haben. Damit bewirkten sie oft aber das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollten: Der Schüler wird nicht besser, sondern schlechter, weil er bei den Hausaufgaben weniger lernt. Daraufhin mischten sich die Eltern häufig noch stärker ein, was letztlich in einen Teufelskreis führe.