Berlin: Autistischen Kindern soziale Regeln erklären

Berlin: Autistischen Kindern soziale Regeln erklären

Eltern sollten autistischen Kindern so früh wie möglich soziale Umgangsformen beibringen. Dazu gehört zum Beispiel, jemanden zu begrüßen oder zu verabschieden. Wichtig ist auch, dass sie lernen, angemessenen Blickkontakt zu halten oder worüber man in der Öffentlichkeit nicht spricht.

Darauf weist Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) hin. Weil sich die Kinder nur begrenzt in andere einfühlen können, müssen Eltern ihnen genau erklären, warum und wie die sozialen Regeln einzuhalten sind. Dabei sollten sie aber vermeiden, zu viele Themen gleichzeitig anzuschneiden.

Zu den autistischen Erkrankungen bei Kindern gehört das Asperger-Syndrom. Betroffene Kinder haben kein natürliches Verständnis für Gefühle, Gedanken und Wünsche anderer. Das drückt sich in Mimik und Gestik aus und in Schwierigkeiten, tiefergehende Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Ebenfalls wichtig ist es, dass Eltern Erzieher oder Lehrer über die Situation aufklären. Denn das auffällige Verhalten der Kinder kann Unverständnis und Ärger provozieren.