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Frühlingsgenuss Spargel - Vom Feld bis auf den Teller

Frühlingsgenuss Spargel : Vom Feld bis auf den Teller

Frühlingszeit ist gleichzeitig auch immer Spargelzeit. Das leckere saisonale Gemüsehighlight schmeckt frisch und weckt die Lebensgeister.

Daher passt es sehr gut, dass sich der Spargel gerade in der Jahreszeit, in der die Natur zu grünen und blühen beginnt, auf vielen Tellern wiederfindet.

Am besten schmeckt natürlich der Spargel, der in der eigenen Region gewachsen ist. Die Kunst des Spargelanbaus wird noch auf vielen Höfen kultiviert. Die Spargelernte im Frühjahr ist eine schöne und weitverbreitete Tradition, bei der früher genauso wie heute jede helfende Hand gebraucht wird.

Der Anbau von Spargel

Es gibt viele verschiedene Sorten von Spargel. Angebaut und verzehrt werden vor allem Sorten des Gemüsespargels. Die meisten Laien unterscheiden lediglich zwischen Bleichspargel, der umgangssprachlich auch weißer Spargel genannt wird, und dem Grünspargel. Heutzutage findet man auch immer öfter den violetten Spargel. Dabei liegt der Unterschied zwischen den dreien zumeist nur in der Art und Weise ihrer Ernte.

Während der Bleichspargel gestochen wird, bevor er aus der Erde herauswachsen kann, werden der Grünspargel und der violette Spargel oberirdisch abgeschnitten.

Spargel braucht einen sandigen, lockeren Boden, der nicht zu viel Wasser speichern sollte. Einen zu feuchten Boden oder Staunässe mag der Spargel nicht. Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, die nach dem erstmaligen einpflanzen drei Jahre braucht, bis sie das erste Mal geerntet werden kann.

Der Anbau des Bleichspargels ist etwas aufwendiger als der des Grünspargels. Er beginnt mit dem Ausheben von schmalen Gräben, in die jungen Spargelpflanzen gesetzt werden. Im Herbst schneidet man die oberirdischen Pflanzenteile zurück. Im folgenden Frühling werden die Gräben mit Erde befüllt. Nach etwa drei Jahren hat sich durch diese Prozedur aus dem Pflanzgraben eine hügelartige Aufschüttung entwickelt. Der Spargel kann in diesem Jahr das erste Mal geerntet werden. Beim Grünspargel hingegen kann auf das Anlegen von Gräben und auf das anschließende Aufschütten verzichtet werden.

Die Ernte von Spargel

Die Ernte des Bleichspargels erfolgt im Frühjahr. Der ideale Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn die Spitzen der Spargelstangen kurz davor sind, durch die Erde der Aufschüttung zu dringen. Sie werden in etwa 25 Zentimeter Tiefe aus der Erde gegraben und abgeschnitten. Dieser Vorgang wird auch als Spargelstechen bezeichnet. Die Saison für die Ernte des Bleichspargels ist begrenzt, da sie Pflanzen eine relativ lange Zeit benötigen, um sich zu regenerieren und im folgenden Jahr wieder eine reiche zu ermöglichen.

Die Spargelernte ist eine traditionsreiche wie zeit- und kraftintensive Angelegenheit. Da die Spargelstangen selten zur selben Zeit so weit an die Erdoberfläche wachsen, dass sie geerntet werden können, muss mehrmals täglich in aufwendiger Handarbeit nach den entsprechenden Stangen gesucht werden.

Die relativ kurze Erntezeit sowie die erforderliche Handarbeit machen den Genuss des Bleichspargels über seinen exzellenten Geschmack hinaus zu etwas Besonderem.

Der grüne Spargel wird oberirdisch geerntet. Die Spargelstangen, die es aus der Erde geschafft haben, werden abgeschnitten. Die Erntesaison des grünen Spargels ist länger als die des Bleichspargels und kann im Prinzip vom Frühjahr bis in den Herbst hinein erfolgen.

Spargel in der Küche

Spargel, sowohl der Bleichspargel als auch der Grünspargel und der violette Spargel ist die Basis vieler verschiedener Rezepte. Die Bandbreite reicht von der Spargelsuppe über den Klassiker mit Sauce hollandaise, Kartoffeln und Schinken bis hin zu Salat oder Kuchen.

Als besonderer Leckerbissen gilt in Deutschland heutzutage der Bleichspargel. Während historisch gesehen der Genuss von Grünspargel eine längere Tradition hat. Während man den Grünspargel ohne weiteren Aufwand verwerten kann, muss der Bleichspargel und der violette Spargel ob seiner harten Schale erst einmal geschält werden.

In den meisten Varianten wird Spargel gekocht. Insbesondere den Bleichspargel gibt man hierzu in einen großen Topf, in dem die Stangen frei schwimmen können und kocht in zusammen mit etwas Salz und Butter.

Der Spargelanbau und seine Verarbeitung haben in vielen Regionen eine ganz eigene Tradition. In der Region um Nürnberg wird Spargel als Salat bevorzugt. In Brandenburg reicht man ihn mit zerlassener Butter und Semmelbröseln. In niederrheinischen Gebieten gibt es Rührei zum Spargel und in Tirol liebt man ihn mit der Bozener Sauce.

Spargel ist sehr gesund. Er enthält viele Vitamine und Mineralien. Unter anderem auch Kalium und den Stoff Asparagin, was ihm eine harntreibende Wirkung verleiht.