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Köln: Vertrauliche private E-Mails nie über dienstlichen Account schicken

Köln : Vertrauliche private E-Mails nie über dienstlichen Account schicken

Vertrauliche E-Mails verschicken Angestellte am besten nie über ihren dienstlichen Account. Es sei rein technisch immer möglich, dass der Chef mitliest, warnt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus Köln.

Rechtlich zulässig ist das allerdings nicht. Laut Gesetz darf der Arbeitgeber den dienstlichen Account nur checken, wenn es dem Mitarbeiter verboten ist, das Postfach auch für private E-Mails zu nutzen. Das kann er etwa in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben haben. Ist das der Fall, darf der Chef jederzeit und ohne Erlaubnis des Arbeitnehmers auf den E-Mail-Account des Angestellten zugreifen.

In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass die Mitarbeiter ihren Account auch für private E-Mails nutzen dürfen. In diesem Fall ist es dem Arbeitgeber verboten, auf den Account zuzugreifen - alles andere wäre ein unerlaubter Eingriff in die Intimsphäre des Mitarbeiters. Hat ein Angestellter das Gefühl, der Chef macht es trotzdem, sollte er den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens einschalten.

(dpa)