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Versicherungen für Beamte: Welche sind sinnvoll?

Versicherungen für Beamte : Welche sind sinnvoll?

Beamte müssen ihre Versicherungspolicen dem aktuellen Beamtenstatus anpassen, um optimal versichert zu sein. Eine Unterversicherung kann unter Umständen dazu führen, dass Beamte mit ihrem Privatvermögen haften.

Bereits Beamte auf Widerruf benötigen eine Diensthaftpflichtversicherung, da der Arbeitgeber für Schäden während der Dienstzeit oder solchen, die im Zusammenhang mit der Diensttätigkeit stehen, nicht aufkommt.

Private Krankenversicherung für Beamte

Im Vergleich zu Beschäftigten der Privatwirtschaft erhalten Beamte keinen gesetzlichen Anspruch auf die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Arbeitgeber, die Beamte beschäftigen, beteiligen sich nicht zu 50 Prozent an den Krankenkassenbeiträgen. Bereits Beamte ab der ersten Stufe können einen Zuschuss beantragen, der prozentual erbracht wird, jedoch von bestimmten Parametern wie Beamtenstatus und Familienstand abhängt.
Mit der privaten Krankenversicherung sind Beamte abgesichert, die Versicherer bieten Beamten spezielle Tarife, die von anderen Angeboten teils deutlich abweichen. Welche Optionen Beamte wählen sollten, ist immer vom Gesundheitszustand und den privaten wie beruflichen Risiken abhängig. Maximal wird der Versicherungsbeitrag mit 80 Prozent bezuschusst.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Versicherungen für Beamte: Welche sind sinnvoll?
Foto: Pixabay/Fabian Holtappels

Um Beamte zu versichern müssen diese mindestens den Status "Beamte auf Widerruf" erreichen, andernfalls ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte keine Option. Die Versicherung ist deshalb wichtig, weil eine Heilungszeit von mehr als sechs Monaten zustande kommen kann, sobald Beamte schwer erkranken und zeitweise ihren Beruf nicht ausüben können. Zu unterscheiden ist jedoch die Dienst- von der Berufsunfähigkeit.
Dienstunfähig ist, wer seine berufliche Tätigkeit als Beamter seit mindestens drei Monaten aufgrund eines ärztlichen Attests nicht ausübt und die Diagnose prognostiziert, dass ein Wiedereintritt in die Beamtentätigkeit in den folgenden sechs Monaten nicht zustande kommt. Grundsätzlich muss aus dem ärztlichen Attest hervorgehen, dass der Beamte nicht teilweise oder gänzlich berufsunfähig ist und nach der Heilung wieder in seinen Beruf einsteigen kann.
Berufsunfähig sind Beamte, deren Arbeitskraftminderung mehr als 50 Prozent beträgt. Zwar dürfen Arbeitgeber den Beamten eine angepasste Stelle anbieten, jedoch reicht das Beamteneinkommen in den meisten Fällen nicht aus, um davon seinen gesamten Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung wird die Differenz gedeckt. Hinzu kommt, dass der Status der Berufsunfähigkeit mindestens für sechs Monate bestehen muss, um die Versicherungsleistung zu erhalten.

Unfallversicherung für Beamte

Wie bei allen Arbeitnehmern kann auch dem Beamten ein Schaden durch einen Unfall zustoßen. Versichert sind Beamte auf dem Hin- und Rückweg zu oder von der Dienststelle, des Weiteren während ihrer gesamten Dienstzeit. Beamte sollten eine Unfallversicherung auch für ihr Privatleben abschließen.

Haftpflichtversicherung für Beamte

Unabhängig des Beamtenstatus, dem Lebenswandel und der weiteren Lebensplanung ist die Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Sie greift im Privatleben, wenn eine Person einen Schaden verursacht und deckt den Schutz von Dritten. Die eigenen Schadenskosten übernimmt die Haftpflichtversicherung nicht, weshalb zusätzlich die Hausratversicherung empfohlen wird.

Diensthaftpflichtversicherung für Beamte

Eine Versicherung, die der Gesetzgeber für Beamte zwingend voraussetzt, ist die Diensthaftpflichtversicherung . Arbeitgeber kommen nicht für Rechtsansprüche gegenüber Beamten auf, die für sich sorgen müssen. Im Dienst können jederzeit Fehler passieren, die Gründe hängen immer vom Einsatzbereich ab, in dem der Beamte oder die Beamtin tätig ist.

Versicherungsberatung beanspruchen

Beamte sollten sich hinsichtlich ihres Status vor der Vertragsunterschrift unter einer Versicherungspolice von einem professionellen Versicherungsberater beraten lassen, um weder unter- noch überversichert zu sein. Außerdem hilft es, die Tarifoptionen der einzelnen Versicherer genau miteinander zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhalten.

(vo)