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Technikprobleme im Homeoffice - was können Arbeitnehmer tun?

Technikprobleme im Homeoffice : Was können Arbeitnehmer tun?

Die Arbeitgeber in Deutschland sind verpflichtet, das Arbeiten zu Hause zu ermöglichen, sofern dies machbar ist. Das Homeoffice ist vor allem in Tätigkeitsbereichen, die weitgehend digitalisiert sind und ohne Einschränkungen außerhalb des Unternehmens ausgeführt werden können, oft die bessere Alternative zum Großraumbüro.

Bei Heimarbeiten können allerdings unterschiedlichste Technikprobleme auftreten, die die Produktivität behindern. Manche technischen Pannen können mit etwas Geschick jedoch problemlos selbst behoben werden.

Technische Pannen können häufig selbst behoben werden

Flexibilität und Unabhängigkeit zählen zu den wesentlichen Kriterien, weshalb sich viele Arbeitnehmer für das Homeoffice als Alternative zum klassischen Bürojob entscheiden. Die Kommunikation auf Distanz gelingt jedoch nicht immer auf Anhieb. Bei technischen Störungen wie Softwareproblemen, Schwierigkeiten mit dem Drucker, dem Faxgerät oder anderen Bürogeräten sind die Angestellten gezwungen, selbst aktiv zu werden, da nicht wie gewohnt die firmeneigene IT-Abteilung zur Verfügung steht.

Pannen mit dem Drucker können allerdings auch ohne Fachkenntnisse größtenteils selbst behoben werden. Wenn das Druckgerät nicht druckt, obwohl der Druckauftrag abgeschickt ist, stecken meist keine schwerwiegenden Probleme dahinter. Häufig sind Druckerprobleme darauf zurückzuführen, dass die Tonerpatrone gewechselt, Tinte nachgefüllt werden muss oder ein Papierstau vorliegt.

Damit es nicht zu Unterbrechungen bei den Druckvorgängen kommt, ist es sinnvoll, sich frühzeitig um den Austausch von Kartuschen und Tintenpatronen zu kümmern. Bei Problemen mit dem Drucker sollte zunächst nachgeschaut werden, ob das Druckgerät auch richtig mit dem Computer verbunden ist. Dies bedeutet, bei kabelgebundenen Druckern das Kabel und die Anschlüsse zu prüfen und anschließend den Druckauftrag erneut zu senden. Ein Netzwerkdrucker funktioniert nur, wenn der Computer eine Verbindung zum Druckgerät aufgebaut hat.

Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass das Gerät mit dem WLAN verbunden ist. Die Verbindungsstärke wird bei den meisten Druckermodellen auf dem Bediendisplay angezeigt. Auf dem Druckerdisplay ist auch ersichtlich, ob die Patronen leer sind und ausgetauscht werden müssen. Bei einem Drucker ohne Display werden die Füllstände meist über den Druckassistenten des Geräts angezeigt. Unter Umständen ist eine veraltete Treibersoftware für die Probleme mit dem Drucker verantwortlich. In diesem Fall sollte der Treiber deinstalliert und aktualisiert werden, damit das Gerät wieder funktionsfähig ist.

Die häufigsten Ursachen wackliger Internetverbindungen

Echte Defekte am Drucker, die aufwendige Reparaturen erfordern, kommen eher selten vor. Wenn der Laserdrucker nur noch blass oder farblos druckt, kann dies an der mangelhaften Qualität der Kopiervorlagen liegen. Werden die Buchstaben und Grafiken auf dem Original nur Grau dargestellt, kann der Scanner diese nicht als schwarz erkennen.

Bei blass ausgedruckten Dokumenten hilft manchmal ein Hochsetzen der Auflösung beim Scannen und Drucken, um eine Verbesserung des Druckbilds zu erreichen. Falls das Problem durch diese Maßnahmen nicht beseitigt werden kann, muss eine Kopiervorlage in besserer Qualität besorgt werden. Technische Probleme im Homeoffice reichen von wackligen Internetverbindungen bis zu Schwierigkeiten mit nichtfunktionierenden Bürogeräten. Auch für den Arbeitgeber zählt die Technik im Homeoffice zu den größten Herausforderungen bei der Umstellung auf das Arbeiten von zu Hause aus.

Dennoch haben die meisten Unternehmen mittlerweile die ökonomischen Vorteile der vernetzten Arbeitswelt erkannt. Damit die Beschäftigten produktiv und flexibel arbeiten können, ist es wichtig, Lösungen für Probleme wie eine mangelnde IT-Ausstattung, instabile Internetverbindungen sowie im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit zu finden. Möglicherweise ist es hilfreich, die technische Ausstattung zunächst einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen, da ein zu kleiner Computer-Bildschirm sowie eine Tastatur, die nicht den ergonomischen Voraussetzungen entspricht, die Produktivität erheblich mindern können.

Damit sich Mitarbeiter auf ihre Projekte konzentrieren können, müssen auch im Homeoffice optimale Arbeitsbedingungen gewährleistet sein. Arbeitnehmer, die von zu Hause arbeiten, sollten daher eine Liste führen, in der alle Mängel und die Häufigkeit, mit der technische Probleme auftreten, eingetragen werden. Dies ermöglicht dem Unternehmen, sich einen Überblick zu verschaffen und notwendige Änderungen oder Anpassungen vorzunehmen. Wenn ein Computer oder Laptop defekt oder zu langsam ist, können Aufgaben nicht zügig bearbeitet werden, sodass Abgabetermine nicht eingehalten werden und die termingerechte Fertigstellung von Projekten gefährdet ist.

Größere Probleme durch frühzeitiges Reagieren vermeiden

Bei einem nicht ordnungsgemäß funktionierenden Computer hilft oft genaues Hinschauen bei der Diagnose. Klickgeräusche deuten beispielsweise auf Probleme mit der Festplatte hin, die entweder repariert oder ausgetauscht werden muss. Damit die gespeicherten Datenbestände nicht verloren gehen, sollte immer ein Backup durch eine externe Festplatte oder auf einer Cloud angefertigt werden. Eine schlechte Internetverbindung im Homeoffice kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal reicht das mit dem Internet-Provider vertraglich vereinbarte Datenvolumen nicht aus, um ganztags digital zu arbeiten. Wenn der Funkkanal im WLAN von mehreren Personen gleichzeitig genutzt wird, kann dies Auswirkungen auf die Schnelligkeit und die Netzverbindung haben.

Häufig gibt es zu Hause mehr elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen als man denkt. Außerdem können Zugriffe auf das Internet auch durch Clouds wie Google Drive oder beispielsweise im Zusammenhang mit dem Smart-Home auch durch Anwendungen wie eine Heizungsfernsteuerung erfolgen. Abhängig von der installierten Software und der Konfiguration des Firmenrechners kann dieser Mangel meist nur mit Unterstützung der IT-Abteilung des Arbeitgebers behoben werden. Technikprobleme im Homeoffice sind zwar nervig, die meisten sind jedoch ohne größeren Aufwand lösbar. Damit es nicht zu ungewollten Arbeitsunterbrechungen kommt, ist es wichtig, einen guten Kontakt mit dem Unternehmen zu pflegen und bereits bei geringen Mängeln rasch zu reagieren.

(vo)