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Berlin: Studie: Besuch der Berufsfachschule erhöht Chancen auf Lehrstelle

Berlin : Studie: Besuch der Berufsfachschule erhöht Chancen auf Lehrstelle

Bei der Lehrstellenbesetzung scheinen Personaler reifere Bewerber jenen vorzuziehen, die frisch von der Schule kommen. Das legt eine Studie von Forschern des Wissenschaftszentrums Berlin nahe. Danach stellen Personaler eher Schulabgänger ein, deren Abschluss bereits zwei Jahre zurückliegt und die danach die Berufsfachschule absolviert haben als jene, die gerade von der Schule kommen.

In der Berufsfachschule haben Schüler Unterricht in Grundlagenfächern wie Deutsch, Englisch und Mathe. Gleichzeitig hörten sie Fächer, die auf die Ausbildung vorbereiten.

Die Studie basiert auf einem Feldexperiment. Die Forscherinnen verschickten 747 fiktive Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau und zur Kauffrau für Bürokommunikation. Adressat waren Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitern. Die Bewerbungen wurden in zwei Wellen verschickt - 2012 und 2013. Die erste Gruppe der fiktiven Bewerberinnen war kurz davor, die Realschule abzuschließen. Die zweite hatte den Abschluss vor zwei Jahren gemacht, danach die Berufsfachschule besucht und jobbte jetzt. Die letzte Gruppe hatte die Schule ebenfalls vor zwei Jahren beendet und seitdem ausschließlich gejobbt.

Personaler luden am liebsten jene Kandidaten zum Vorstellungsgespräch ein, die die Berufsfachschule absolviert hatten. Sie hatten eine um 13 Prozent höhere Chance, eine Einladung zu bekommen als jene, die gerade die Schule abschließen. Am schlechtesten waren die Karten von jenen, die ausschließlich gejobbt haben. Sie hatten gegenüber den Altbewerberinnen, welche die Berufsfachschule besucht haben, eine 16 Prozent geringere Chance eingeladen zu werden.

(dpa)