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Marketingtipps für Unternehmer? Rat für den überfluteten Markt

Frankfurt : Marketingtipps für Unternehmer? Rat für den überfluteten Markt

Heutzutage ist es so wichtig wie noch nie: Marketing. Dabei gibt es natürlich riesige Herausforderungen, die in Zeiten der Digitalisierung auch nicht kleiner werden. Denn der Markt ist voll mit hungrigen Start Ups und immens erfolgreichen Großkonzernen, die sowohl teure als auch kreative Marketing-Kampagnen vom Stapel lassen.

Dabei nutzen sie alle heute zur Verfügung stehenden Mittel und präsentieren so ihre Produkte kundennah und interaktiv. Da ist es besonders für kleinere Unternehmer oft schwierig, mitzuhalten. Nichtsdestotrotz muss man auch mit eher bescheidenen Mitteln Marketing zu betreiben. Da stellt sich natürlich die Frage: Was tun? Dieser Ratgeber gibt Tipps, wie die Präsentation auf dem Markt trotzdem gelingt.

Was ist Marketing und warum sollen Firmen es betreiben?

Marketing bedeutet dabei allerdings weit mehr als die bloße Bewerbung der eigenen Produkte. Tatsächlich bedeutet Marketing die Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf die Bedürfnisse des Marktes. Gerade mit Blick auf die wettbewerbsintensiven Märkte und diejenigen, die sich direkt an die Endverbraucher richten, ist Marktanpassung im 21. Jahrhundert natürlich von äußerst großer Relevanz. Dabei geht es nicht nur um die Kommunikationspolitik oder Produktentscheidungen, sondern auch um die Optimierung von Vertriebswegen wie zum Beispiel die Verkürzung der Distanz zum Kunden.

Onlineshops - eine nach wie vor unterschätzte Methode

Obwohl Onlineshops in den vergangenen Jahren mehr als nur einen wahnsinnigen Boom erlebt haben, sind immer noch verhältnismäßig viele, insbesondere kleinere Firmen ohne eine gute Online-Präsenz, über die sie ihre Angebote absetzen können. Der Vorteil besteht darin, dass dem Kunden eine permanente Erreichbarkeit des Unternehmens suggeriert wird, das den Onlineshop betreibt. Optimal ist dabei, dass Bestellungen über diesen Weg von montags bis sonntags aufgenommen werden können - und zwar rund um die Uhr.

Viele Betreiber von Onlineshops haben darüber hinaus noch die Strategie, über diese Kanäle besondere Angebote zu schalten, um die Präsenz dieser Webseiten noch zu verstärken und sie für den Konsum über diesen Kanal anzutreiben.

Dennoch benötigen entsprechende Präsenzen natürlich eine gewisse Pflege, die Geld kostet. Entweder hat man selbst die nötige IT-Expertise, um sich um diese Belange zu kümmern oder man engagiert einen externen Anbieter, um die Sache wirklich professionell anzugehen. So oder so wird man nur noch mit intuitiven, gut gestalteten Seiten die entsprechende und gewünschte, positive Resonanz bekommen, die man für den Service haben möchte.

Auf keinen Fall sollte man dabei allerdings die rechtlichen Hintergründe außer Acht lassen. Denn selbstverständlich gelten auch für Onlineshops gesetzliche Vorgaben, an die man sich halten muss. So „ist jeder Online-Shop außerdem verpflichtet, ein Impressum auf der Website einzureichen", äußert sich RA Sebastian Einbock von JuraForum.de. Aus diesem Grund und zur Steigerung der eigenen Seriösität sollten sich die Betreiber unbedingt vorab informieren. Hier empfiehlt sich eine fachkundige und umfassende Beratung, um ganz sichergehen zu können.

Social Media - immer noch viel ungenutztes Potenzial

Besonders ältere Unternehmer unterschätzen immer noch, wie wichtig soziale Medien wie Facebook, Twitter, Instagram und Xing für das Marketing sind. Dabei spielen diese heutzutage eine sehr integrale Rolle für das Marketing vieler Firmen, müssen sie doch nur relativ wenig Input nutzen, um einen maximalen Nutzen zu gewinnen. Denn letztendlich bedarf es dafür lediglich eines gut gestalteten Profils und etwas Disziplin. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist unbedingt notwendig, um eine entsprechende Aufmerksamkeit zu erzielen.

Dabei sollte man nach Möglichkeit nicht nur gelegentlich Beiträge schreiben, sondern ein echtes audiovisuelles Konzept entwickeln. Dabei sollte man, wenn man verschiedene Kanäle für seine Zwecke verwenden möchte, die Altersstrukturen der verschiedenen sozialen Medien berücksichtigen. Während Facebook beispielsweise öfter von Menschen genutzt wird, die nicht mehr den Jugendlichen zuzuordnen sind, sind diese oft auf Snapchat und Instagram unterwegs.

Auch hier benötigen die Unternehmer eine ganz klare und professionelle Herangehensweise. Erneut gibt es Agenturen, die sich nur um derartige Belange kümmern. Problematisch ist allerdings auch hier, dass die Kosten-/Nutzenrechnung für manche Firmen nicht aufgehen wird. Denn direkter Umsatz lässt sich durch die verschiedenen Engagements in den sozialen Medien nicht wirklich generieren. Deshalb sind Verweise auf die eigene Webseite und den eigenen Onlineshop hier auch so wichtig, um eine Verbindung zwischen Umsatzgenerierung und Steigerung der eigenen Bekanntheit zu schaffen. Kluges Arbeiten funktioniert hier nur über das Schaffen von engen Netzen.

Klare Markt- und Zielgruppenanalyse

Um all diese Maßnahmen überhaupt erfolgreich durchführen zu können, braucht es allerdings eine klare Vorstellung der eigenen Durchsetzungsfähigkeiten am Markt und der Zielgruppe, die man ansprechen möchte. Was nutzt der beste Content im Social Media-Bereich, wenn man damit gar nicht die Menschen anspricht, die man eigentlich ansprechen möchte? Was, wenn der Onlineshop so gestaltet ist, dass manche ältere Menschen mit dem Interface nicht klarkommen? Maßnahmen müssen zie lgerichtet sein und in ihrem Inhalt auch ganz klar die Interessen der Zielgruppen ansprechen.

So sind Postings bei Facebook genau auf diese Fragen hin zu kontrollieren. Und allgemein ist die Marketing-Strategie immer ganz genau nach Kundenbedürfnissen auszurichten, statt in blindem Aktionismus ein Dauerfeuer zu starten, das ins Leere geht. Auf diese Art und Weise verschwendet man nur Geld und Zeit, die man an anderer Stelle besser und effektiver hätte nutzen können.

(vo)