Homeoffice: Wie lässt es sich Produktiver arbeiten?

Homeoffice : Wie lässt es sich Produktiver arbeiten?

Eine freie Zeiteinteilung, sein persönlicher Arbeitsplatz und arbeiten im Schlafanzug sind nur ein paar Vorteile, wenn man im Homeoffice arbeiten darf. Mittlerweile bietet jedes 2. Unternehmen die Möglichkeit an von zu Hause aus zu arbeiten.

Doch nur die wenigsten Menschen schaffen es produktiv von dort aus zu arbeiten. Gerade, wenn Familie noch im Haus ist wird man schnell abgelenkt. Aber auch die Gefahr der Ablenkung durch soziale Medien und Co ist immer gegeben.

Mit genügend Selbstdisziplin ist dies jedoch kein Problem. Eine chinesische Studie hatte vor einiger Zeit ergeben, dass 13 Prozent der Menschen zu Hause produktiver arbeiten können. Auch, wenn die Zeiteinteilung im Homeoffice meist relativ frei ist, macht es Sinn sich eine feste Arbeitszeit festzulegen. Dies ist zudem auch für Kollegen besser bezüglich der Erreichbarkeit.

Widmen wir uns aber einem anderen Thema bezogen auf das Homeoffice: Die Ergonomie und das Wohlfühlen.

Die Ergonomie am Arbeitsplatz

Im Schnitt sitzen wir bis zu 8 Stunden am Tag am Schreibtisch und arbeiten. Darunter leidet nicht nur der Rücken, sondern auch die Psyche. Falsche Haltungen und schlechte Ausstattung sorgen für massive Schädigungen über einen längeren Zeitraum.

Auch, wenn die Erstanschaffung erst einmal teuer ist, sollte man an Dingen wie dem Schreibtisch oder dem Bürostuhl nicht sparen. Immerhin verbringt man hier auch neben der Arbeit einige Zeit, meist bis zu 12 Stunden oder mehr am Tag und das über mehrere Jahre hinweg.

Der erste Weg zur Verbesserung der Ergonomie neben einer ausreichenden Bewegung ist ein elektrisch verstellbarer Schreibtisch. Meistens erscheinen nach einem langen Arbeitstag im Sitzen Symptome, wie Rücken- und Nackenschmerzen. Doch das sind nicht die einzigen Gefahren, die das lange arbeiten im Sitzen mit sich bringt. Das Herz-Kreislauf-System wird durch langes Sitzen verschlechtert und Organe sowie Muskeln werden auf Dauer geschwächt.

Dadurch, dass der Körper steht?s in dieser Position verharrt ist die Gefahr auf einen Rundrücken drastisch gesteigert. Unter anderem ist dafür die entspannte Sitzform verantwortlich, wodurch die Bauchmuskeln erschlaffen. Ein Rundrücken kann spätere Bandscheibenprobleme mit sich bringen.

Durch gelegentliches Arbeiten im Stehen wird die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit gesteigert, da der Körper aktiv wird und andere Muskelgruppen nutzt, wodurch ebenfalls die Wirbelsäule entlastet und der Rücken sowie der Kreislauf gestärkt wird.

Zum passenden Schreibtisch darf der passende ergonomische Bürostuhl selbstverständlich nicht fehlen. Dieser fördert das dynamische sitzen und passt sich permanent der eigenen Sitzposition an. Die Muskeln werden durchblutet und die Bandscheibe sowie die Wirbelsäule dadurch entlastet. Der beste Stuhl bringt jedoch nichts, wenn man gekrümmt vor dem Schreibtisch sitzt. Daher sollte immer darauf geachtet werden, dass der Rücken gerade und die Schultern nach hinten gezogen sind.

Sich eine Wohlfühloase schaffen für effizienteres Arbeiten

In einer Umgebung, die aufgeräumt ist und wo man sich wohlfühlt lässt es sich produktiver arbeiten. Dies haben bereits mehrere Studien belegt. Damit der Schreibtisch nicht einem Müllberg ähnelt sollte man sämtliche Dokumente, die genutzt wurden umgehend wieder dort platzieren, wo sie hingehören. Andernfalls passiert es schnell, dass sich etliche Berge an Papiere anhäufen.

Pflanzen und Bilder helfen ungemein die Atmosphäre im Raum zu verbessern und ein angenehmes Klima zu schaffen. Vor einigen Jahren fanden Forscher aus Großbritannien heraus, dass Kinder und Erwachsene in Hausschlappen effizienter arbeiten können.

Im Homeoffice genießt man den Vorteil, dass man sämtliche Aspekte so individualisieren kann, dass man sich wohl fühlt Es gibt niemanden im Büro, der sagt, dass es zu kalt oder zu warm ist, die Musik zu laut oder die Sonne blendet. Ein angenehmes Raumklima sowie die Lieblingsmusik oder spezielle Musik, welche die Konzentration fördert trägt ebenso produktiv zur Arbeit bei.

Die Vorbereitung ist ein Punkt, welche viele unterschätzen. Oftmals stehen die Menschen morgens auf, machen sich fertig, frühstücken und setzen sich an den Schreibtisch und versinken erst einmal im Chaos, weil alles sortiert werden muss, was den Tag über erledigt werden soll. Wesentlich entspannter fängt der Tag an, wenn man am Ende des Arbeitstages eine To-Do Liste für den Folgetag erstellt. Dort vermerkt man alle anfallenden Aufgaben und sortiert diese nach Priorität. So kann man gezielt nach dieser Liste arbeiten und alles erledigte abhaken und hat morgens keinen Stress.

(vo)