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Weinheim: Freiwilliger Urlaubsverzicht kann Anzeichen für Burnout sein

Weinheim : Freiwilliger Urlaubsverzicht kann Anzeichen für Burnout sein

Es gibt Anzeigen dafür, dass sich Mitarbeiter zu stark im Job engagieren und ihnen ein Burnout droht. Berufstätige sollten zum Beispiel aufmerksam werden, wenn sie Urlaubstage oder Überstunden verfallen lassen, weil sie mit der Arbeit sonst nicht nachkommen, berichtet die Zeitschrift „Psychologie heute compact” (Heft 45/2016).

Ein anderes Warnsignal ist, wenn jemand freiwillig länger als elf oder zwölf Stunden am Tag arbeitet und keine Zeit für Arztbesuche hat oder diese aufschiebt. Gleiches gilt, wenn jemand anfängt, frühmorgens oder spätabends von zu Hause aus zu arbeiten.

Wenn Berufstätige diese Anzeichen an sich entdecken, sollten sie sich in einem ersten Schritt fragen, ob es typische Situationen gibt, in denen sie sich so verhalten. Dann notieren sie am besten, was die Vor- und die Nachteile des Verhaltens sind. Vorteile können zum Beispiel sein, dass man bei der Arbeit einen finanziellen Bonus erhält, weil man bestimmte Ziele erreicht hat.

Der Nachteil könnte sein, dass man Schlafprobleme bekommt. Anschließend erstellen Mitarbeiter für sich eine Kosten-Nutzen-Analyse. Wer sein Verhalten aufgrund der Analyse ändern will, überlegt sich im nächsten Schritt am besten konkret, was er dafür in Kauf nehmen müsste.

(dpa)