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Die besten Notfalltipps für Malheure am ersten Arbeitstag​

Erster Eindruck zählt : Die besten Notfalltipps für Malheure am ersten Arbeitstag

Die meisten Menschen, die neu in eine Firma kommen, möchten am ersten Arbeitstag einen glänzenden Start hinlegen. Allerdings sorgt nicht zuletzt die bei vielen an diesem Datum vorhandene Nervosität dafür, dass das Risiko für Malheure verschiedener Arten beträchtlich steigt.

Angesichts dessen ist es wichtig, solche Fehltritte nicht nur vermeiden zu können, sondern für den Fall der Fälle immer einen Plan B in der Hinterhand zu haben.

Die „Ausrüstung“ für den ersten Arbeitstag und die Notfalltasche

Der erste Arbeitstag steht an und damit auch die Frage im Raum: Was muss zur Arbeit am ersten Tag mitgebracht werden? Zunächst einmal gibt es eine Reihe von Dingen, die die Personalabteilung benötigt. Sollten diese per Post oder E-Mail noch nicht übersandt worden sein, sind sie am ersten Arbeitstag unbedingt ausgedruckt mitzuführen. Andernfalls wartet bereits hier vielleicht das erste Malheur auf einen. Folgende Dinge sind besonders wichtig:

  • der unterschriebene Arbeitsvertrag
  • diverse Zeugnisse oder eine beglaubigte Kopie davon (Ausbildung, Studium, Arbeitszeugnisse)
  • der Steuerklassennachweis
  • der Sozialversicherungsnachweis

Zudem muss dem neuen Arbeitgeber eventuell die eigene Bankverbindung erst hier mitgeteilt werden. Auch diese sollte also griffbereit sein.

Neben diesen "bürokratischen" Dingen sollte man zudem darüber informiert sein, was die geforderte oder vorgeschriebene Arbeitskleidung ist. Mitunter gibt es keinen bestimmten Dresscode. Dann ist es sinnvoll, sich lieber etwas zu schick zu kleiden - als Mann mit Anzug und Krawatte, als Frau mit Hosenanzug oder schlichtem Kleid -, um nicht negativ aufzufallen. Im Laufe des Tages kann sich dann bei Kolleg:innen orientiert werden, wie sich künftig angezogen wird.

Abseits dieser wichtigen Dinge für den ersten Arbeitstag, lohnt es sich, eine "Notfalltasche" zu bestücken. Diese soll dabei helfen verschiedene Malheure, die während des ersten Arbeitstages auftreten könnten, zu beseitigen. Allein das Mitführen dieser Tasche nimmt einem außerdem Nervosität, da man weiß, dass bei kleinen Missgeschicken schnell eine Lösung parat ist.

Sinnvolle Dinge für diese Notfalltasche sind:

  • Nadel und Faden - falls sich beispielsweise plötzlich ein Knopf vom Hemd löst
  • Fusselrolle - falls etwa Hose oder Pullover plötzlich störende Fusseln aufweisen
  • Ersatzshirt - falls zum Beispiel ein Gespräch mit Vorgesetzten besonders schweißtreibend war und man danach gerne etwas Frischeres tragen würde
  • Ersatzsocken - für all jene, die zu Schweißfüßen neigen und unangenehmen Fußgeruch gerade im Sommer vermeiden möchten (Alternative, falls möglich: offene Schuhe, wie Sandalen)
  • Taschentücher - für eine laufende Nase oder plötzliche Schweißausbrüche
  • Express-Fleckenstift - um Flecken im Handumdrehen in den Griff zu bekommen
  • Notizbuch und Stift - für Notizen in Gesprächen, die verhindern, dass man wichtige Details für die Arbeit vergisst
  • Nagellack - zum Nachlackieren der Fingernägel oder etwa auch zum Reparieren eines Schnürsenkels (dazu an späterer Stelle mehr)
  • Powerbank - falls der Handyakku den Geist aufgibt und so etwa keine wichtigen Telefonate mehr übers Handy geführt werden können
  • Kaugummis und Mundspray - für stets guten Atem
  • Deoroller oder Deospray - für angenehmen Achselgeruch
  • Schuhdeospray - für Extremfälle unangenehmen Fußgeruchs

Von Flecken und Gerüchen: Körperliche Malheure

 Schweiß am ersten Arbeitstag - natürlich, aber dadurch nicht weniger nervig.
Schweiß am ersten Arbeitstag - natürlich, aber dadurch nicht weniger nervig. Foto: stock.adobe.com/fizkes

Umgang mit Schweißausbrüchen

Stress bringt viele Arbeitnehmer während der Arbeit zum Schwitzen. Gerade am ersten Arbeitstag möchten Arbeitnehmer selbstverständlich einen besonders guten Eindruck hinterlassen - sowohl bei Vorgesetzten als auch bei den Kolleginnen und Kollegen. Nervosität und Anspannung sind daher ganz normal. Noch viel schneller kann es dadurch passieren, dass man plötzlich ins Schwitzen kommt. Solche Schweißausbrüche sind menschlich und keine Seltenheit. Dennoch ist es ratsam, damit auf eine bestimmte Weise professionell umzugehen.

Zunächst einmal ist ein sich bereits im Gange befindlicher Schweißausbruch nicht mehr aufzuhalten. Wer also ins Schwitzen geraten ist, versucht am besten erst gar nicht, den Schweißausbruch so schnell wie möglich krampfhaft zu beenden. Solch ein Verhalten setzte einen mitunter nur noch mehr unter Stress und führt damit schlimmstenfalls zum Gegenteil des Gewünschten. Stattdessen kann beispielsweise ein Taschentuch genommen werden, mit dem sich der Schweiß etwa von der Stirn getupft wird.

Übrigens wirkt es oft enorm erleichternd, das plötzliche Schwitzen einfach offen zu kommunizieren und zu kommentieren:

"Tut mit Leid, mir wurde plötzlich sehr warm, ich bin noch etwas nervös an meinem ersten Tag."

Ein solcher Satz geht schnell von den Lippen, zeugt von Selbstbewusstsein, indem der Gefühlszustand ehrlich angesprochen wird und macht einen für die meisten Menschen sympathisch, weil nahbar.

Schweißbildung reduzieren und gut riechen

Um die Schweißbildung grundsätzlich zu reduzieren, ist auf einige Hygiene- oder Pflegeregeln zu achten:

  • Reichhaltige Körperpflegeprodukte, Handcremes und Fußcremes erhöhen die Schweißbildung. Gleiches gilt für übermäßiges Make-up auf. Auf diese Dinge ist daher zu verzichten.
  • Hautpflegeprodukte, die speziell für schnell schwitzende Hauttypen entwickelt wurden, sind stattdessen zu verwenden, um sich für den ersten Arbeitstag vorzubereiten. Denn diese Produkte spenden Feuchtigkeit, hinterlassen aber keinen Fettfilm auf der Haut, der die Schweißbildung erhöht.
  • Wenn möglich, sollte sich zum einen entsprechend der Temperaturen des Tages und jener am Arbeitsplatz sowie entsprechend der Anstehenden Tätigkeit gekleidet werden. So trägt zumindest die Kleidung nicht zusätzlich zur Schweißbildung bei. Übrigens: Kleidung aus Leinen, Seide und Bambus (ja Bambus!) ist am wenigsten anfällig für störende Schweißflecken.
  • Ein auf besonders schweißanfällige Stellen, wie Achseln, Gesicht, Hände und Füße, aufgetragenes Antitranspirant vor dem ersten Arbeitstag, senkt die Gefahr starken Schwitzens. Außerdem riecht der Schweiß damit weniger unangenehm.

Gegen Fusseln und Risse

Gerade bei Hosen aus Wolle oder bei feinen Pullovern kommt es nicht selten überraschend zu Fusseln. Obwohl die Kleidungsstücke vielleicht zuhause genau überprüft worden sind, fällt einem dann auf der Toilette am Arbeitsplatz im Spiegel plötzlich auf, dass eine Stelle besonders fusselig geworden ist. Blöd, wenn jetzt auf die Schnelle nichts getan werden kann, um die Fusseln in den Griff zu bekommen.

Übrigens ist die Fusselrolle nicht die einzige Möglichkeit, die störenden Stoffteile loszuwerden. Neben einem Fusselrasierer oder einer Kleiderbürste kann man sich etwa auch mit einem Haartrockner, einer Strumpfhose oder etwa Trockentüchern behelfen. Sie alle helfen dabei, die Fusseln deutlich gründlicher und schneller vom Kleidungsstück zu bekommen als das allein mit den Fingern möglich wäre.

Auch kleine Löcher oder Risse an der Kleidung können einen nervös machen. Fallen sie einem Vorgesetzten gleich am ersten Tag auf, kann das, besonders in Jobs, in denen das Outfit einen hohen Stellenwert hat, tatsächlich auch einen schlechten Eindruck hinterlassen. Mit Nadel und Faden in der Notfalltasche können diese Malheure allerdings meist im Handumdrehen beseitigt werden. Ein sich lösender oder gar abgefallener Knopf kann damit ebenfalls schnell wieder angenäht werden.

Wer zwei rechte Daumen hat, kann übrigens am besten Kolleg:innen um Rat fragen, die vermeintlich eine bessere Note in Textilem Werken in der Schule hatten. Sicherlich wird einem hier gerne geholfen - kann doch jeder nachvollziehen, dass der Druck am ersten Arbeitstag besonders hoch ist.

Der gerissene Schnürsenkel

Vor allem schickere Schuhe, die vielleicht für den ersten Arbeitstag gezielt getragen werden, sind meist mit eher dünneren Schnürsenkeln ausgestattet. Immer wieder kommt es beim Schnüren dieser Schuhe unerwartet dazu, dass plötzlich ein Schnürsenkel reißt. Das passiert bei älteren und bereits häufiger geschnürten Schnürsenkeln natürlich leichter, es kann aber auch bei neuen Schuhen passieren.

Ein gerissener Schnürsenkel sieht, wenn er denn auffällt, nicht nur unschön aus. Er sorgt außerdem dafür, dass ein Schuh nicht mehr so gut passt. Einen ganzen Tag lang mit einem nur halbgeschnürten Paar Schuhe auf der Arbeit verbringen, das macht genauso wenig Spaß. Ist der Schnürsenkel gerissen, sollte er also schnellstmöglich repariert werden.

Ein Knoten in die Mitte der auseinandergerissenen Teile funktioniert meist weniger gut, da der Schnürsenkel dann nicht mehr in die vorgesehenen Löcher im Schuh passt. Anders sieht es da schon aus, wenn die kaputten Enden mit einem Stück Tesa wieder zusammengeklebt werden. Das hält zwar nur mäßig gut, bringt einen aber zumindest meist durch den Tag. Eine Möglichkeit, Schnürsenkel zu reparieren, die vorne ausfransen und so nicht mehr so gut aussehen oder nicht mehr durch die Schuhlöcher zu bekommen sind, ist Nagellack. In diesen wird das ausgefranste Ende oder eine betroffene Stelle des Schnürsenkels einfach ein Mal eingetaucht. Nach dem Trocknen ist er an den Enden wieder bombenfest. Überflüssig zu erwähnen ist wohl, dass für schwarze Schnürsenkel schwarzer Nagellack verwendet werden sollte.

Flecken auf der Kleidung

Nach dem Mittagessen auf der Arbeit oder vielleicht schon nach einem Gang zur Kaffeemaschine findet sich am ersten Arbeitstag ein Fleck auf der Bluse oder dem Hemd - was jetzt? Schließlich kann man nicht für alles Wechselkleidung mitführen und eine Möglichkeit, die Kleidung schnell zu waschen und zu trocknen gibt es ja auch nicht.

Die beste Lösung sind sogenannte Express-Fleckenentferner/ Fleckenstifte oder -Fleckenteufel. Mit ihrer Hilfe können unterwegs - meist durch eine Kombination von Tensiden und Aktivsauerstoff - jegliche Flecken im Handumdrehen beseitigt werden. Durch die abwaschbare Reinigungsspitze eines solchen Hilfsmittels, lassen sich Flecken gezielt und ohne Randbildung, Farb- und gewebeschonend entfernen.

Ist ein solcher Fleckenentferner nicht zur Hand, ist pures Leitungswasser aus dem Hahn im Waschbecken auf der Toilette die beste Lösung. Bei eiweißhaltigen Flecken wäscht man am besten vorsichtig mit kaltem Wasser. Fetthaltige Verschmutzungen dagegen lassen sich mit warmem Wasser in Kombination mit etwas Seife oder Spülmittel am besten angehen.

Plötzlicher Mundgeruch

Im Gespräch mit Vorgesetzten und Kollegen möchte man nicht nur, was das Auftreten betrifft, sondern auch hinsichtlich der eigenen Körperhygiene einen guten Eindruck machen. Neben unangenehmem Schweißgeruch, der sich mit Antitranspiranten oder guten Deos verhindern lässt, ist besonders auf den Mundgeruch zu achten.

Gerade Kaffee am Morgen ohne anderes Frühstück, aber auch Trockenheit im Mund sowie eine unruhige Verdauung (am ersten Arbeitstag keine Seltenheit) können zu unangenehmem Mundgeruch führen. Dagegen hilft es nur teilweise, morgens gründlich die Zähne zu putzen.

Zusätzlich sollte der Mundraum bestenfalls vor allem den gesamten Tag hinweg immer wieder neu erfrischt werden. Die beste Möglichkeit dafür stellen Kaugummis und Mundspray dar. In vielen Jobs macht es keinen guten Eindruck, am Arbeitsplatz Kaugummi zu kauen. Deshalb ist das Mundspray die beste Lösung. Zur Verwendung des Mundsprays begibt man sich am besten kurz auf Toilette - es soll ja nicht jeder mitbekommen, dass man eventuell schlechten Mundgeruch hat.

Zu spät eingetroffen, zu früh geduzt: Organisatorische Malheure

Staus und andere Verspätungen

Am ersten Arbeitstag zu spät im Büro zu erscheinen, kommt selbstverständlich überhaupt nicht gut an. Schließlich haftet dadurch mitunter direkt das Bild an einem, unzuverlässig und unpünktlich zu sein. Deshalb ist es am besten, lieber deutlich zu früh beim Arbeitgeber einzutreffen als zu spät. Gefrühstückt werden kann mitunter auch unterwegs oder vor dem Büro - vor allem, wenn die anderen Kollegen noch nicht da sind.

Um Verspätungen zu vermeiden, nimmt man am besten die öffentlichen Verkehrsmittel, falls das möglich ist. Auch hier gilt es, sich Verbindungen auszusuchen, mit denen man etwas zeitlichen Puffer hat. Denn hin und wieder fällt eben mal ein Bus oder eine Bahn aus - dann ist es gut, die frühere Verbindung genommen zu haben. Wer mit dem Auto fährt, checkt vor Fahrtbeginn am besten zwei Mal im Live Tracker oder auf aktuellen Staukarten, auf welchen Strecken momentan Stau ist und wo nicht.

Kommt es trotz dieser Maßnahmen zu einer Verspätung, gilt es, diese vor dem Chef offen zu kommunizieren. Lange Ausreden sind sinnlos. Eine ehrliche Entschuldigung und kurze Begründung sowie das Versprechen, dass dies nicht zur Normalität gehört, sollten ausreichen.

Namen erfahren und gleich wieder vergessen

Gerade in größeren Unternehmen kann es schon einmal vorkommen, dass die Flut an Namen von Vorgesetzten und Kollegen einen am ersten Arbeitstag überfordert. Kaum jemand kann sich jeden Namen sofort einprägen, ohne vielleicht bei anderen Kollegen nochmal nachzufragen. Doch die Namen der wichtigsten Ansprechpersonen und des direkten Chefs zu kennen und sich diese am besten gleich einzuprägen, ist sinnvoll. Denn diese wissen es zu schätzen, wenn man sich an deren Namen erinnert. Außerdem kann es unangenehm werden, wenn es heißt, man solle sich an X oder Y wenden und man dann keine Ahnung hat, wer der- oder diejenige eigentlich ist.

Es gibt aber glücklicherweise einen recht simplen Trick, wie Namen nicht sofort wieder vergessen werden. In einer Studie der Universität von Montreal wurde herausgefunden, dass Menschen sich Namen besser einprägen, wenn sie diese sofort nach dem ersten Hören noch einmal laut wiederholen. Nachdem sich eine Person vorgestellt hat, sollte daher ein kurzer Satz oder eine Rückfrage folgen. Das Ganze darf aber auch nicht unnatürlich klingen. Daher empfehlen sich Sätze und Fragen, wie

  • Ich bin X. Freut mich, Dich kennenzulernen Matthias/ Carolin/ usw..
  • Es ist etwas laut hier. Du sagtest, Du heißt Matthias/ Carolin/ usw.?
  • Freut mich! Carolin mit C oder mit K?
  • Matthias/ Carolin usw.? Hi, ich bin X.

Duzen, wo Siezen angebracht wäre

Schneller als man sich versieht - oder verspricht - rutscht einem am ersten Arbeitstag gerne mal ein Du raus, wo eigentlich ein Sie angebracht wäre. Gerade älteren Vorgesetzten gegenüber ist es in den meisten Unternehmen üblich, dass man zunächst siezt. Bietet einem das Gegenüber dann das Du an, wird gewechselt. Dann darf man auch die Chefin oder den Chef dutzen. Ein Zurück zum Sie gibt es dann nicht mehr.

Wenn einem doch einmal ein Du rausrutscht und man merkt, dass es an dieser Stelle unangebracht war, gilt es, sich dafür zu entschuldigen, statt zu hoffen, das Gegenüber habe es nicht gemerkt. Denn in den meisten Fällen wird es eben bemerkt. Wer mag, kann auch noch eine kurze, sympathieerzeugende Erklärung anhängen à la: "Oh, tut mir leid, jetzt ist mir das Du rausgerutscht. Ich baue immer recht schnell eine Vertrautheit auf, dann passiert das hin und wieder."

Verloren im Gebäude-Labyrinth

Manche Menschen haben einen besser ausgeprägten Orientierungssinn als andere. Das hat etliche verschiedene Gründe, die zum Beispiel auch dafür sorgen, dass Männer sich mitunter besser orientieren können als Frauen. Während die einen also in einem großen, neuen Bürogebäude keinerlei Probleme haben, einen bestimmten Raum - etwa einen Konferenzraum oder die Toiletten - wiederzufinden, verlaufen sich andere im Gebäude-Labyrinth förmlich. Gerade, wenn es darum geht, zu einem bestimmten Termin pünktlich zu erscheinen, kann diese Ausgangslage zum Problem werden.

Die Lösung lautet: Offen mit der Orientierungslosigkeit umgehen und Kollegen oder andere Menschen im Gebäude nach dem Weg fragen. Gleichzeitig ist es aber auch sinnvoll, am eigenen Orientierungssinn zu arbeiten.

Dafür kann beispielsweise versucht werden, bereits beim ersten Betreten des Bürogebäudes eine Art Karte von oben im Kopf mit zu zeichnen. Außerdem lohnt es sich, sich bestimmte Orientierungspunkte zu merken, anhand derer man Wege wiedererkennt. Auch Eselsbrücken, bei denen man sich Geschichten im Kopf erzählt, die man mit Wegpunkten verbindet, helfen beim Orientieren.

Zeiten und Orte missverstanden

Wie gut die Orientierung auch sein - es kommt immer wieder vor, dass bestimmte Zeiten und Orte missverstanden werden und man daher aus organisatorischen Gründen zu spät zu einem Termin erscheint oder eben am falschen Ort wartet. Am ersten Arbeitstag ist das ein echtes Malheur. Wo das verpasste Treffen zum Mittagessen mit Kollegen nicht so dramatisch ist, wird es kritisch, wenn es um ein Gespräch mit Vorgesetzten oder das Einlernen in die Arbeit geht.

Es gilt daher, Zeiten und Orte, die man für einen Termin gesagt bekommt, sofort in einen Kalender einzutragen. Am besten sind Kalender im Handy oder am Computer, für die man automatische Erinnerungen einprogrammieren kann. So wird einem das Denken abgenommen, das am ersten Arbeitstag auch für andere Aufgaben benötigt wird. Um Ort und Zeit richtig in einen solchen Kalender einzutragen, sollten - wenn mündlich kommuniziert - die Eckdaten noch einmal wiederholt und damit nachgefragt werden, damit die Gefahr von Versprechern oder Verhörern minimiert wird.

Absolute No-Gos: Was am ersten Arbeitstag grundsätzlich nicht geschehen darf

Es gibt einige No-Gos für den ersten Arbeitstag, die in jedem Fall zu vermeiden sind. Folgende Liste sollte sich daher jeder genau einprägen, bevor der erste Arbeitstag bei einem neuen Arbeitgeber ansteht:

  • Besserwisserei: Gleich am ersten Arbeitstag immer wieder Kritik äußern, Verbesserungsvorschläge machen und Fehler übermäßig korrigieren? Bitte nicht!
  • Mehrfaches Beschweren: Ähnlich negativ wie Besserwisser fallen Neulinge im Büro auf, die sich mehrfach über bestimmte Dinge beschweren. Selbst, wenn einen manches am Arbeitsplatz stört, sollte man das nicht sofort zum Thema machen.
  • Ständig Pausen machen: Pausen gehören auf der Arbeit dazu - jedoch nicht gleich am ersten Arbeitstag alle 15 Minuten eine Raucherpause einlegen!
  • Kater: Verkatert auf der Arbeit erscheinen und das auch noch am ersten Arbeitstag? Das kommt eher weniger gut an und bleibt im Gedächtnis!
  • Fehler vertuschen: Jeder macht Fehler am ersten Arbeitstag. Diese aber absichtlich zu ignorieren oder zu vertuschen versuchen, wirkt unprofessionell und nicht gerade selbstbewusst.

Zusammenfassung und Fazit

Morgens die falsche Abteilung angesteuert, kurz danach den CEO mit dem Abteilungsleiter verwechselt, zu Mittag Soße auf die Bluse gekleckert und in der Hektik einen Schweißausbruch bekommen. Es gibt definitiv Vieles, was an einem ersten Arbeitstag schieflaufen kann.