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Broker: Wie gelingt der Einstieg in die Branche?

Broker oder Trader : Wie gelingt der Einstieg in die Branche?

Die Börse hat seit jeher eine faszinierende Wirkung auf viele Menschen. Der Handel mit Aktien, die Aufregung rund um die Aktienkurse und das gigantische Fondangebot sorgen für rege Begeisterung. Doch wie kann man eigentlich Broker werden und worin besteht der Unterschied zu einem Trader?

Wer eignet sich als Broker?

Ein Job im Börsenbereich ist für viele interessant, die sich gern mit Zahlen und Aktien beschäftigen. Doch nicht immer ist die Arbeit an der Börse auch so glamourös oder berauschend, wie es uns die Filmwelt weismachen möchte. Das liegt mitunter am Wandel. Viele Menschen nutzen in Zeiten des Online-Bankings inzwischen die Aktienabwicklung per Internet. Dennoch gibt es natürlich Möglichkeiten, um an der Börse aktiv zu arbeiten.
Denn trotz der modernen Entwicklung stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, um sich als Broker oder Trader einzubringen, Menschen zu beraten und auf dem Weg durch die Aktienwelt zu begleiten. Doch welcher Job ist interessanter: Der des Brokers oder der des Traders?

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Broker und einem Trader?

Wir treffen häufig auf den Begriff Broker, wenn es um Aktienhandel geht. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das sich auf den Wertpapierhandel spezialisiert hat. Das können neben Handelshäusern auch Banken sein, die Brokerdienste anbieten. Tatsächlich bezeichnen sich auch Mitarbeiter der Handelshäuser oder Banken als Broker. In der Regel sind sie als Kurs- oder Börsenmakler bekannt, die Aufträge von Kunden entgegennehmen und ausführen.

Broker: Wie gelingt der Einstieg in die Branche?
Foto: Pexels/Tima Miroshnichenko

Der Broker trifft somit nicht selbst Anlageentscheidungen, sondern gibt Ratschläge und unterstützt Investitionsentscheidungen. Der Trader hingegen ist der Händler, der selbst Anlageentscheidungen trifft. Er verwaltet sein eigenes Vermögen oder das von speziellen Kunden, spekuliert mit dem verfügbaren Bankkapital und trifft selbstständig Entscheidungen.

Der Broker verfolgt somit das Ziel, beim Kauf oder Verkauf von Aktien einen großen Gewinn für Kunden zu erwirken. Der Trader handelt hingegen "auf eigene Rechnung" und studiert Wertpapiere, Devise, Derivate oder Rohstoffe, um selbst Gewinne zu erzielen.

Wie kann man zum Broker oder Trader werden?

In der Regel finden sich in den Stellenanzeigen kaum Annoncen, die sich an Trader oder Broker richten. Vielmehr suchen Handelshäuser oder Banken Programmierer. Das hat auch seinen Grund, wird der Handel inzwischen vom Computer und Internet bestimmt. Es gibt somit keine klassische Ausbildung als Broker oder Trader. Der traditionelle Weg führt in der Regel über die Bankausbildung. Das ist sinnvoll, um alle Hintergrundinformationen zu Geld, Bankwesen und Aktien zu erhalten.

Mithilfe von Weiterbildungen oder gar einem Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre oder Finanzwissenschaften lässt sich das Knowhow schließlich ausbauen. Während dieser Zeit können sich Interessierte mit Aktien, Fonds, Kryptowährungen, ETFs und mit Erfahrungen von Brokern auseinandersetzen. Ist der Einstieg erst einmal gelungen, ist auch eine Karriere durchaus möglich. Denn der Beruf des Brokers ist ein Job mit guten Aussichten.

In den vergangenen Jahren hat sich der Aufgabenbereich durch das Internet gewandelt. Broker und Börsenmakler müssen somit nicht immer vor Ort an der Börse arbeiten, sondern können auch remote von Zuhause aus agieren. Wer sich zunächst vorsichtig an Trading herantasten möchte, kann auch den Job im Nebenerwerb tätigen. Somit gelingt es, Stress zu umgehen, der häufig mit dieser Berufswahl verbunden wird.

Was ist wichtig, um als Broker Karriere machen zu können?

Wer ein Broker werden möchte, sollte zuverlässig sein, gut mit Zahlen umgehen können und verantwortungsvoll handeln. Das bedeutet, dass Risiken zwar eingegangen werden müssen, doch auch eine gewisse Vorsicht immer vorherrschen sollte. Dabei sollten Broker verschiedener Finanzinstrumente bedienen, analytisch sinnvoll denken und ein gutes Verständnis für den Aktienmarkt mitbringen können. Sehr gute Englischkenntnisse sind zudem vom Vorteil, arbeitet der Aktienmarkt inzwischen international.

Somit lassen sich die jeweiligen Fähigkeiten im Laufe der Zeit immer weiter ausbauen, um stückweise zu einem erfolgreichen Broker oder Trader zu avancieren.

(vo)