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Ausbildungswege zum Traumberuf Steuerberater​

Drei Wege führen zum Ziel : Ausbildungswege zum Traumberuf Steuerberater

Wer Steuerberater werden möchte, hat heutzutage viele unterschiedliche Möglichkeiten und Alternativen um dieses Ziel zu erreichen. Alle Optionen haben gemeinsam, dass die strikten Zulassungsvoraussetzungen zu der Steuerberater-Prüfung erfüllt werden müssen. In jedem Fall steht ein langer und aufwändiger Ausbildungsweg bevor.

Die verschiedenen Möglichkeiten bieten allerdings viel Flexibilität in der Planung und so kann man sich je nach Lebenssituation und Lernfähigkeit einen passenden Ausbildungsweg aussuchen. Um bei dem Entscheidungsprozess zu helfen, werden Im Folgenden drei dieser Möglichkeiten näher beleuchtet und im Detail erklärt. Außerdem werden auch die jeweiligen Voraussetzungen erläutert. Vorab folgt jedoch zunächst eine Erklärung des Berufs eines Steuerberaters.

Was macht ein Steuerberater?

Steuerberater stehen Unternehmen oder auch Privatpersonen beratend zur Seite und helfen ihren Kunden dabei, dass die Steuerschuld beim Staat so gering wie möglich gehalten wird. Das heißt, Steuerberater unterstützen ihre Kunden bei der Bearbeitung jeglicher Steuergelegenheiten und beraten sie hauptsächlich hinsichtlich Steuererklärungen, Steuerdurchsetzung, Buchführung und Aufstellung von Bilanzen.

1. Master-Fernstudium als Steuerberater

Die erste Alternative eines Ausbildungswegs mit dem Ziel Steuerberater zu werden ist das Master-Fernstudium als Steuerberater. Ein Fernstudium in „Taxation“ vermittelt den Studierenden im Master sowohl grundlegende wissenschaftliche Methoden und relevante Theorien als auch das fachspezifische und fundierte Know-how im nationalen Steuerrecht. Wer sich nach dem Bachelor für diesen Weg entscheidet, muss für die Zulassung zum Steuerberaterexamen nur noch 2 Jahre Berufstätigkeit vorweisen. Und man sammelt somit einen zusätzlichen akademischen Titel. Ein klarer Vorteil eines Fernstudiums im Vergleich zum Vollzeitstudiums ist das Level an Flexibilität. Besonders im Hinblick auf den Beruf eines Steuerberaters, kann das Fernstudium den Studierenden dabei helfen, nebenbei zu arbeiten und bereits viele praktische Erfahrungen in der Steuerberatung zu sammeln. Natürlich darf dabei die intensive Lernarbeit nicht unterschätzt werden: auch wenn keine Vorlesungen besucht werden müssen, gibt es vor den mündlichen und schriftlichen Prüfungen zahlreiche umfangreiche Module, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch ist das berufsbegleitende bzw. Master Fernstudium als Steuerberater eine gute Möglichkeit, um sich sowohl akademisch als auch beruflich mit relevanten Themen - und Anwendungsgebieten der Steuerberatung auseinanderzusetzen.

2. Masterstudium (Vollzeit) als Steuerberater

Ähnlich wie die erste Option, handelt es sich auch bei diesem Weg um ein Studium, allerdings als Vollzeitstudium. Für ein Vollzeitstudium qualifiziert man sich mit dem Bachelor und hat dann die Möglichkeit, zum Beispiel ein Masterstudium in Steuerrecht zu absolvieren. Im Rahmen dieses Studiengangs werden Fachkenntnisse in Wirtschaftsprüfung, BWL, VWL und Steuerberatung vermittelt. Somit öffnen sich nach Abschluss dieses Studiengangs verschiedene Türen, denn ein erfolgreich abgeschlossenes Studium kann auch die direkte Eintrittskarte in Unternehmensberatungen oder in eine Führungsposition in Unternehmen sein. Das heißt sollte man sich nach dem Studium doch für einen anderen Beruf entscheiden, ist man gut aufgestellt. Andernfalls bietet das Studium eine exzellente Vorbereitung für das Steuerberaterexamen. So wie auch der eigentliche Beruf des Steuerberaters, erfordert ein solches Vollzeitstudium ein hohes Maß an Ehrgeiz, Disziplin und Durchhaltevermögen. Auch nach dem abgeschlossenen Studium geht das Lernen weiter, denn dann wartet die intensive Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung.

3. Ausbildung zum Steuerfachangestellten

Wer sich nach dem Abschluss der Schulzeit nicht für ein Studium entscheidet, hat trotzdem die Möglichkeit, den Beruf eines Steuerberaters anzustreben. Im Vergleich zu den ersten beiden Optionen, ist diese Alternative ein besonders langer Prozess. So beginnt man nach dem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Hat man diese erfolgreich abgeschlossen, warten noch 10 Jahre Berufserfahrung bis man sich für die Steuerberater-Prüfung qualifiziert und zugelassen werden kann. Diese Zeit kann jedoch verkürzt werden, wenn man sich zum Steuerfachwirt weiterbildet. Die Weiterbildung umfasst Inhalte aus den Bereichen Steuerrecht, Buchführung und Bürgerliches Recht. Allerdings kann man eine solche Weiterbildung erst nach mindestens 3 Jahren einschlägiger Berufserfahrung antreten. Kann man diese nicht vorlegen, wird man nicht zur Weiterbildung zum Steuerfachwirt zugelassen.

(vo)