1. Leben
  2. Bildung und Beruf

Arbeiten in der Wirtschaft – diese Jobs lohnen sich

Diese Jobs lohnen sich : Arbeiten in der Wirtschaft

Ist es wahr, dass Wirtschaftsbosse immer überdurchschnittlich verdienen und wenn ja warum? Welche lohnenden Jobs gibt es in der Wirtschaft noch?

Karriere in der Wirtschaft – das sollte man können

Wirtschaft ist ein Geflecht aus verschiedenen Fachbereichen. Rechnen können allein, genügt nicht, um erfolgreich wirtschaften zu können. Marketing, Statistik, Kommunikation und vor allem Recht sind Themen, mit denen Wirtschaftskoryphäen sich auskennen müssen, um erfolgreich zu sein.

Der erste Schritt ist damit getan, wenn man sich selbst gut verkaufen kann. Wirtschaftsbosse sind selten introvertierte Schreibtischhüter. Sie müssen Unternehmen präsentieren und sich bei Skandalen durchaus auch mal der Presse und ihren unangenehmen Fragen stellen. Denken wir nur an den Abgasskandal in der Automobilindustrie.

Einerseits gilt für gute Karrierechancen, dass eine gute Ausbildung (Studium, Berufserfahrung) unverzichtbar ist. Andererseits ist Wirtschaft auch politisch und das Menschliche zählt. Vorstände werden gewählt, hier landen nicht immer die klügsten Köpfe sondern oft auch die, die rhetorisch begeistern, glaubhaft große Versprechungen machen können oder eine Lobby hinter sich haben, die sie quasi in bestimmte Posten hebt. Letztendlich versteht aber auch jeder was anderes unter beruflichem Erfolg und nicht alle wollen an die absolute Spitze, sondern sehen sich im mittleren Management. Hier ist es von Vorteil mit einer guten Basisqualifizierung seinen beruflichen Schwerpunkt zu finden und sich mittels Weiterbildung in Wirtschaft und Verwaltung zu spezialisieren.

Sprachen werden immer wichtiger. Die Globalisierung hat die Industrie lange vor der Digitalisierung erreicht und es ist unverzichtbar, mit ausländischen Partnern kommunizieren zu können. Je geheimer Deals abgeschlossen werden sollen, desto wichtiger ist es, dass Verhandler sich verständigen können. Doch auch der Einkäufer vor Ort im produzierenden Unternehmensbereich, muss ggf. mithilfe seiner Fremdsprachenkenntnisse gute Konditionen aushandeln können.

Früher oder später treten führende Köpfe in der Wirtschaft auch in die Öffentlichkeit. Bereits über die Ernennung, Wahl oder Beförderung auf bestimmte Positionen wird von Wirtschaftsmagazinen ausführlich berichtet. Oft auch mit Porträts des Privatlebens, zumindest aber mit den wichtigsten Meilensteinen in der Karriere. Je mehr es da gibt, desto eher sind Außenstehende geneigt, den Aufstieg zu begrüßen. Personen die ohne nennenswerte Berufserfahrung oder Erfolge in hohe Positionen gelangen, werden eher skeptisch gesehen. Daher hilft es, neben dem Ablegen der eigenen Scheu, auch ordentlich zu „Klappern“, denn dies gehört sprichwörtlich zum Handwerk ist suggeriert, wer hör- oder sichtbar ist, der bewegt was.

Ausdauer und Belastbarkeit

Natürlich gibt es, auch gerade weil Startups aus dem Boden schießen, regelrechte Blitzkarrieren. Doch die sind eher selten und oft nicht nachhaltig. Hypes um bestimmte Produkte, Apps oder Erfindungen ebben oft bald ab. Zwar haben die Unternehmer dann schnell sehr viel Geld gemacht, doch sie verlieren entweder das Interesse oder es gelingt nicht, das angebotene Produkt, langfristig präsent zu halten. Zudem greifen bei ganz besonderen Entwicklungen auch gern die globalen Monopole zu und kaufen zu guten Konditionen die Startups ein.

Wer es jedoch an die Spitze der Traditionsunternehmen schaffen will, der braucht Ausdauer und muss bereit sein, sich stark einzubringen. Überstunden, Engagement und das Klinkenputzen in der nächsthöheren Etage gehören dazu. Zudem ist es nötig, sich kontinuierlich weiterzubilden und immer über aktuelle Entwicklungen informiert zu sein. Hierzu gehört natürlich das wirtschaftliche und juristische Fachwissen, aber auch das politische Geschehen beeinflusst die Wirtschaft stark und kann über den nächsten Karriereschritt entscheiden.

Tatsächlich sind die Top Manager oft einem Stress ausgesetzt, den nur wenige über längere Zeit aushalten können. Bei allen hohen Karrierezielen sollte die eigene Gesundheit nicht aus dem Fokus geraten.

Karriere braucht Zeit. Zwar nimmt die Jugend oft mehrere Stufen auf einmal, was auch durchaus auf der Karriereleiter gelingen kann. Doch letztendlich muss klar sein, dass in Traditionsunternehmen auch die Beförderungskette eine Tradition hat und verfolgt. Nichts desto trotz kann der Einstieg in neue Unternehmen hier natürlich durchaus den sprung- statt schrittweisen Aufstieg bedeuten.

Der lohnende Job für den Arbeitgeber im unteren und mittleren Bereich

Zum Geld hat jeder eine andere Einstellung. Der eine spart, um zu haben, der andere will viel verdienen, um zu leben. Die Motivation, Geld zu verdienen kann aber auch sein, nicht  mehr verdienen zu wollen, als gebraucht wird. Egal, wie es steht – es gibt auch in den unteren Ebenen des Wirtschaftsgefüges Möglichkeiten, sich eine finanzielle Komfortzone zu schaffen.

Erfolg ist eine Frage der Persönlichkeit

Für den eigenen Erfolg ist es wichtig, sich selbst zu hinterfragen und die eigenen Voraussetzungen zu analysieren und zu reflektieren. Welche persönlichen Eigenschaften wirken sich begünstigend auf den angestrebten Job aus und sind diese ausgeprägt genug? Dies lässt sich mit Hilfe von Coachings herausfinden. Wissen lässt sich immer leichter aneignen.

Schwieriger ist es, sich in seiner Persönlichkeit zu verändern. Menschen, denen es schwer fällt, eigene Stärken zu erkennen, zu benennen und vor allem anzunehmen, sind oft nicht die besten Vertriebler. Doch auch sie können einen Wirtschaftsberuf ergreifen, in dem sie hervorragend arbeiten und ein Gewinn fürs Unternehmen sind. Es gilt, diese Stelle zu finden und die Soft Skills mit den Fachkenntnissen auf einen Nenner zu bringen.

Bonifikationen, Provisionen oder Prämien

Die Aussicht auf Zusatzzahlungen wirkt in vielen Verträgen als Verlockung. Der Verdienst kann um ein vielfaches gesteigert werden, wenn ein Mitarbeiter vertriebsstark ist, Zeitpläne einhalten kann oder neue Kunden gewinnt. Allerdings lässt die Euphorie über solche Angebote in mauen Zeiten schnell nach. Daher ist die motivierende Wirkung kritisch zu sehen, weil die Ernüchterung über den permanenten Leistungsdruck sich nicht nur auf den Verdienst, sondern auch auf die Gesundheit auswirken kann.

Zudem stehen die Bonuszahlungen der Wirtschaftsbosse immer in der Kritik der Öffentlichkeit und werden öffentlich beziffert. Nicht jeder kann damit umgehen.

Wirtschaftsbezogene Unternehmensbereiche in denen es sich gut verdienen lässt sind beispielsweise:

  • Vertrieb
  • Controlling
  • Marketing
  • Import
  • Export
  • Unternehmensberatung

Der private Onlinehandel kann ebenso ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen sein wie die Großen in der Automobilindustrie. Was jeder als gut bezahlt empfindet, hängt von den individuellen Werten und Lebensvorstellungen ab. Nicht jeder möchte den finanziellen Erfolg, um luxuriös zu leben, einige empfinden die Bewältigung schwieriger Aufgaben auch als Herausforderung, wie der Bergsteiger sich nach jedem Gipfel, den nächst höheren vornimmt. Fakt ist, die Wirtschaft ist facettenreich und jeder kann seinen Aufgabenbereich finden, indem er gut ist und sich verwirklichen kann.