Arbeit im Home-Office: So gelingt es

Statt Büro : Arbeit im Home-Office: So gelingt es

Täglich zwei Stunden im Stau oder in überfüllten Zügen verbringen, am Arbeitsplatz ständig von Kollegen unterbrochen werden und Zeit bei sinnlosen Meetings vergeuden? Immer mehr Menschen möchten sich dies ersparen, indem sie zumindest teilweise von zu Hause arbeiten.

Damit die Arbeit im Home-Office produktiv bleibt, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

Das Arbeitszimmer ist nur zum Arbeiten da

Unzählige Hochglanzbildchen gaukeln eine Idylle mit Laptop am Küchentisch oder an einem perfekt durchgestylten Schreibtisch mit adrettem Holzstühlchen im Wohnzimmer vor. In der Realität sind beide Varianten nicht praktikabel.

Das heimische Arbeitszimmer sollte dem Büro ähneln: Mit einem großen Schreibtisch und vor allem einem hochwertigen ergonomischen Schreibtischstuhl. Weiterhin sollte ausreichend Stauraum für Aktenordner, geschäftliche Lektüre, Papier und Peripherie-Geräte wie den Drucker vorhanden sein. Ein ausgeklügeltes Ordnungssystem, insbesondere bei den Dokumenten, hält dabei das Chaos fern – das Magazin von prindo.de informiert zu diesem Zweck über verschiedenste Ordner vom gewöhnlichen Aktenorder bis zum Stehsammler.

Typische Büro-Deko wie Grünpflanzen und Wandbilder dürfen natürlich auch das heimische Arbeitszimmer auflockern. Doch ein ablenkender Fernseher gehört nicht hinein. Wichtig ist auch, dass die Kinder das Arbeitszimmer als Tabuzone begreifen. Nur weil Mutti zu Hause bleibt, um die Grippewelle im Büro zu vermeiden, bedeutet das nicht, dass sie alle Viertelstunde mit Fragen und Wünschen gestört werden darf. Sind die Kinder nachmittags anwesend, ist es sinnvoller, gezielt 1-2 Pausen zusammen mit ihnen zu planen.

Arbeitszimmer absetzen? Darauf ist zu achten

Wer das Arbeitszimmer steuerlich absetzen kann, spart auf Dauer vierstellige Summen. Allerdings hat der Gesetzgeber enge Grenzen gesetzt: So muss das Arbeitszimmer beruflicher Mittelpunkt sein, in dem (fast) ausschließlich gearbeitet wird. Dies betrifft zum Beispiel Steuerberater und Journalisten, sowie immer häufiger Informatiker, die sich von zu Hause aus ins Firmennetzwerk einloggen.

Die kaufmännische Mitarbeiterin, die nur 1-2x pro Woche im Home-Office arbeitet, kommt dafür jedoch nicht infrage, da sich der berufliche Mittelpunkt weiterhin in der Firma befindet. Weiterhin muss es sich um ein komplettes Zimmer handeln, das für die Arbeit genutzt wird. Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer ist nicht absetzbar, da das Zimmer auch privat genutzt wird.

Recht auf Home-Office noch Zukunftsmusik

Rechtliche Ansprüche auf die Arbeit von zu Hause aus gibt es derzeit noch keine, auch wenn der DGB ein solches Recht auf Home-Office in diesem Jahr zum ersten Mal forderte. Aktuell müssen sich Arbeitnehmer noch bei ihrem Vorgesetzten die Erlaubnis holen und klare Regeln zur Arbeitszeit treffen. So sollten Arbeitnehmer auch daheim darauf achten, während der Arbeitszeiten telefonisch und digital (z. B. per Instant Messenger) erreichbar zu sein – und der Arbeitgeber andererseits respektieren, dass auch zu Hause pünktlich Feierabend sein darf.

(bar)