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Berlin: Wie Mieter das ortsübliche Mietniveau ermitteln

Berlin : Wie Mieter das ortsübliche Mietniveau ermitteln

Mieter und Vermieter können sich künftig auf das ortsübliche Mietniveau berufen, um den Preis einer Mietwohnung zu überprüfen. Denn mit der Mietpreisbremse, die die Bundesregierung nun auf den Weg bringen will, soll der Mietpreis nach einem Mieterwechsel nur maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen dürfen.

Allerdings ist es nicht so leicht, dieses Niveau zu ermitteln, sagt Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer des Eigentümerverbandes Haus & Grund in Berlin. Denn nicht für alle Städte und Kommunen in Deutschland gebe es überhaupt Mietspiegel.

Gibt es einen, liegt das nächste Problem darin, ihn zu entziffern. „Das erfordert Wissen”, sagt Warnecke. Denn um die Vergleichsmiete zu ermitteln, zählen zum Beispiel Faktoren wie die Lage, die Ausstattung der Wohnung und auch energetische Aspekte - etwa die Dämmung der Wände und Fenster und die Effizienz der Heizung.

Noch schwieriger wird es, wenn es gar keinen Mietspiegel gibt. Verlässliche Daten liefere dann nur ein Gutachten - und das koste ein paar Hundert Euro, sagt Warnecke.

(dpa)