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Wie kann man sich 2020 noch den Bau des eigenen Hauses finanzieren?

Das eigene Heim bauen : Wie kann man sich 2020 noch den Bau des eigenen Hauses finanzieren?

Nachdem man das Kinderzimmer und das behütete Zuhause unter dem Dach der Eltern verlässt, ziehen die meisten jungen Menschen am Anfang in eine kleine Wohnung. Während der Ausbildung und besonders im Studium steht noch kein Geld zur Verfügung, dass den Bau oder den Kauf eines eigenen Hauses ermöglicht.

Doch irgendwann ist man in das Berufsleben eingestiegen, hat einen sicheren Job gefunden und möchte mit seiner Familie ein eigenes Haus beziehen. Das ist der große Zukunftswunsch der meisten Menschen. Doch das Bauen eines Hauses ist teuer und besonders in den letzten Jahren sind die Preise in Deutschland gestiegen. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, sich den Traum vom eigenen Haus mit seiner Familie zu ermöglichen und mit einem gewöhnlichen Job zu finanzieren.

Die Preisentwicklung in den letzten 10 Jahren

Eine bedeutende Rolle, wenn man sich die Entwicklung der Immobilienpreise ansieht, spielt die Region, in der gebaut werden soll. In Großstädten wie Berlin, Hamburg und München ist es beispielsweise sehr teuer, ein Haus zu bauen, während in ländlichen Gegenden günstigere Preise möglich sind. Doch insgesamt lässt sich sagen, dass die Preise in den letzten 10 Jahren stetig angestiegen sind. 2017 stiegen sie um bedeutende neun Prozent. Im Jahr 2019 waren es hingegen nur noch drei. Auch im Jahr 2020 steigen die Preise noch, allerdings flacht die Kurve nach und nach ab.

Woraus setzt sich der Preis zusammen?

Wenn man ein Haus bauen will, geht es nicht nur rein um das eigentliche Gebäude, sondern es kommen noch viele zusätzliche Kosten hinzu, an die viele Menschen am Anfang gar nicht denken. Hinzu kommen beispielsweise die Einrichtung der Baustelle sowie der benötigte Baustrom. Auch ein wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, sind die verschiedenen Versicherungen, die abgeschlossen werden müssen.

Gegebenenfalls kann hier ein Versicherungsberater helfen, der allerdings auch wieder bezahlt werden muss. Auch die Bezahlung von Gutachtern der Baustelle muss bedacht werden. Zudem kommen die vielen zusätzlichen Kosten, die durch die Einrichtung, Farbe zum Streichen der Wände und Haushaltsartikel entstehen, hinzu.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Trotz der vielen Kosten und den steigenden Immobilienpreisen in Deutschland ist es natürlich möglich, sich seinen Traum vom eigenen Haus zu erfüllen.

Eine gängige Möglichkeit ist es, einen Kredit aufzunehmen. Vorher muss geprüft werden, wie viel Geld einem im Monat zur Verfügung steht, um den Kredit im Anschluss an den Bau wieder zurückzuzahlen. Zum Beispiel spart man sich die vorher angefallenen Mietkosten, die man nun in die Finanzierung des eigenen Hauses investieren kann. Eine weitere Möglichkeit der Finanzierung ist die sogenannte Muskelhypothek. Hierbei werden einige handwerkliche Leistungen selbst übernommen, wodurch der eigentliche Kaufpreis deutlich reduziert werden kann.

Neben dem großen Kredit, den man bei einer Bank aufnehmen und in den nächsten Monaten und Jahren wieder abbezahlen kann, gibt es auch kleinere Förderkredite. Diese reichen zwar nicht aus, um den kompletten Bau zu finanzieren, doch sie sind eine große Unterstützung. Eine weitere Möglichkeit ist beispielsweise das Bauspardarlehen, bei dem ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Hierdurch können ebenfalls bedeutende Summen gespart werden. Eine letzte beliebte Möglichkeit ist das endfällige Darlehen.

(vo)