Wer hat den Strom entdeckt und woher kommt er?

Elektrizität : Wer hat den Strom entdeckt und woher kommt er?

Thomas Edison - für einen Teil der Bevölkerung ist er der Erfinder des Stroms. Eine Eigenschaft, welche den besonderen Erfindungsreichtum des genialen Geistes würdigt. Allerdings geht diese Ehre am Ende doch etwas zu weit. Strom (oder besser elektrische Energie) musste niemand erfinden.

Vielmehr war diese Energieform schon lange da - und ein natürliches Phänomen. Bestes Beispiel ist der Blitz. Dieses Naturphänomen zeigt, wieviel Kraft und Energie frei werden kann. Edison hat wesentlich dazu beigetragen, Strom nutzbar zu machen. Aber Edison war nicht der einzige Wissenschaftler, der sich mit Strom und dessen Verwendung befasst hat. Bestes Beispiel ist die Glühlampe. Letztere Erfindung wird zwar Edison zugeschrieben. Inzwischen sind sich Historiker einig, dass viele wichtige Erfindungen in diesem Zusammenhang bereits vor Edison gemacht wurden.

Die Geburtsstunde der Stromnutzung

Bezüglich der Nutzung von Strom gibt es eigentliche keine Geburtsstunde im klassischen Sinn. Vielmehr wurden in verschiedenen Bereichen immer wieder Erfindungen gemacht, welche eine praktische Anwendung mit sich brachten. Die Kohlefaden-Glühlampe ist eine dieser Entwicklungen. Allerdings wäre sie ohne wichtige Entdeckungen und Vorarbeiten nicht möglich.

Um Strom - sprich elektrische Energie - nutzbar zu machen, braucht es Möglichkeiten zur:

  • Stromherstellung
  • Verteilung/Weiterleitung
  • Speicherung.

Und jeder dieser Bereiche kann losgelöst für sich nicht existieren. Entsprechend vielfältig sehen die Entdeckungen und Entwicklungen aus.

  • Erste Akkus: Die Entwicklung von Akkus, welche Strom speichern, ist eine wichtige Anwendung für die praktische Relevanz der Stromnutzung. Dessen Entwicklung wird heute im Wesentlichen mit dem Namen Johann Wilhelm Ritter in Verbindung gebracht.
  • Erste Elektromotoren: Im frühen 19. Jahrhundert wurde erkannt, dass Strom magnetische Wirkung hatte. Weitere Entdeckungen führten schließlich dazu, dass in den 1830er Jahren erste Elektromotoren gebaut wurden. In der Folge entwickelte unter anderem Siemens das Konzept immer weiter.

Stromnutzung heute - Elektrizität wird immer wichtiger

Strom ist in den letzten 150 Jahren zu etwas geworden, das die moderne Gesellschaft antreibt und am Laufen hält. Kaum ein Lebensbereich ist ohne Strom denkbar. Angefangen von den eigenen vier Wänden über den Straßenverkehr bis hin zum Büro.

Die Folge: In den letzten Jahren ist der Verbrauch massiv gestiegen. Und damit auch die Kosten, welche Haushalte für Strom zahlen. Deutschland gehört zu jenen Ländern, die fossile Energieträger für die Stromerzeugung zurückzudrängen versuchen. Mit der Energiewende kommen neue Probleme auf die Verbraucher zu - wie höhere Umlagen für die erneuerbaren Energieträger oder den Netzausbau Richtung Offshore Windparks. Strom wird also immer teurer.

Auch im nächsten Jahr soll der Preis wieder ansteigen. Schützen können sich Verbraucher, indem sie jährlich einen Stromvergleich auf einem Vergleichsportal nutzen und gegebenenfalls den Tarif wechseln.

Letztgenannte Umlage beläuft sich für 2018 auf bis zu 0,049 Cent je kWh.

Strom schon in der Antike bekannt

Wer hat Strom eigentlich entdeckt? Diese Frage könnte eigentlich aus einem Kindermund stammen. Und die Antwort ist verblüffend: Elektrizität kommt aus der Antike. Und weist darauf hin, dass elektrische Energie nicht vom Menschen erfunden wurde. Strom ist eine natürliche Energieform. Durch viele Entdeckungen und Ideen ist es dem Menschen nur gelungen, diese Energie praktisch nutzbar zu machen. Allerdings geht der hohe Verbraucht auch mit Problemen einher - wozu hohe Preise gehören. Diese muss allerdings niemand hinnehmen. Heute raten auch Verbraucherzentralen dazu, teuren Anbietern den Rücken zuzukehren und zu wechseln.

(vo)
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