Welche Hausratsversicherung wählen?

Vorsorge : Welche Hausratsversicherung wählen?

Viele Menschen wägen sich in den eigenen vier Wänden in Sicherheit. Sie glauben, dass ihr Hab und Gut ausreichend geschützt ist und erwägen, die Kosten für eine Hausratsversicherung zu sparen. Jedoch kann es schnell und ganz ohne persönliches Verschulden dazu kommen, dass Möbel oder technische Geräte kaputt gehen.

Ein Wasserschaden zum Beispiel oder ein Brand kann die Wohnung innerhalb weniger Minuten völlig ruinieren. Selbst wenn die Sicherheitsmaßnahmen in Eigenheimen ständig verbessert werden, wird laut Statistik der Polizei in Deutschland aller zwei Minuten eingebrochen. Wer über keine Hausratsversicherung verfügt, muss Wertgegenstände, beschädigte Türen und Fenster selbst ersetzen. Es lohnt sich also, sich rechtzeitig um einen Schutz zu kümmern.

Umfangreicher Schutz für das Eigenheim

Selbst wenn man die Wohnung mit günstigen Möbeln einrichtet, eine Hausratsversicherung macht für alle Objekte Sinn, egal ob es sich um eine Villa oder ein kleines Studio handelt. Denn immerhin sammelt sich im Laufe der Zeit einiges an Wertgegenständen an. Vor allem in der Küche, jedoch auch im Wohnzimmer stehen zum Teil hochpreisige Elektrogeräte. Kaum auszudenken welcher Schaden entsteht, wenn ein Brand ausbricht oder ein Rohr platzt. Versichert sind in der Regel alle beweglichen Gegenstände, also Möbel, Wertsachen, Kleidung und vieles mehr. Eine Faustregel besagt, dass eine Hausratsversicherung an Schäden jener Dinge bezahlt, die Bewohner bei einem Auszug theoretisch mitnehmen können.

Wer einen Hausratsversicherung abschließen möchte, sollte sich das Leistungsspektrum genau ansehen. Bei den meisten Anbietern sind folgende Risiken standardmäßig abgedeckt:

  • Schäden durch Sturm und Hagel
  • Leitungswasserschäden (z.B. Wenn das Rohr der Waschmaschine oder des Geschirrspülers platzt)
  • Brand, Blitzschlag oder Explosionen
  • Schäden durch Einbrüche

Gerade bei Einbrüchen kommt es manchmal zu Diskussionen mit der Versicherung, weil Kunden sich nicht ausreichend über die Deckung informieren. In manchen Policen sind nämlich Höchstbeiträge vorgesehen. Beispielsweise wird Bargeld bei manchen Verträgen nur bis zu einem Betrag von 1.000 Euro ersetzt. In der Police ist außerdem vereinbart, wie hoch die Ansprüche im Schadensfall ist. Es lohnt sich übrigens, gleich eine Kombination von Hausrat- und Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die private Haftpflichtversicherung springt dann ein, wenn fremdes Eigentum zu Schaden kommt. Das passiert zum Beispiel, wenn der Nachwuchs mit einem Ball die Fensterscheibe des Nachbarn einschießt.

Die Deckungssumme ist ausschlaggebend

Die einfachste Möglichkeit, eine passende Hausratsversicherung zu finden sind die Vergleichsplattformen im Internet. Sie punkten mit einem praktischen Rechner, der automatisch Prämien ausgibt. Relevant für die Kosten einer Hausratsversicherung ist unter anderem wo man wohnt. Immerhin ist in manchen Regionen Deutschlands das Einbruchsrisiko deutlich höher als in anderen Gegenden. Relevant für die Prämienberechnung ist auch die Wohnungsgröße. Abgefragt wird außerdem, ob es spezielle Sicherheitsmaßnahmen wie eine einbruchssichere Türe oder eine Alarmanlage gibt.

Selbst wenn ein Angebot einer bestimmten Versicherung besonders günstig klingt, sollte man nicht vorschnell abschließen. Ein Blick auf die Versicherungssumme lohnt sich allemal. Sie sagt aus, welcher Betrag im Schadensfall maximal abgedeckt ist. Standardmäßig nehmen die Unternehmen einen Wert von 650 Euro pro Quadratmeter an. Doch Achtung, wer seine Wohnung oder das Haus mit teuren Antiquitäten eingerichtet hat oder viele hochpreisige Elektrogeräte hat, sollte freiwillig eine Höherversicherung anstreben. Wichtig ist auch, sich über die Kündigungsbedingungen zu informieren. Immerhin handelt es sich bei einer Hausratsversicherung um eine freiwillige Versicherung. In der Regel hat der Kunde einmal pro Jahr die Möglichkeit zu wechseln, um sich bei einem anderen Unternehmen eine günstigere Prämie zu sichern. Auch wenn die Versicherung die Prämien erhöht, kann der Kunde von einem Sonderkündigungsschutz Gebrauch machen.

Geschicktes Vergleichen zahlt sich aus

Da es nahezu jedes Jahr neue Angebote und Versicherungsunternehmen gibt, zahlt es sich aus selbst dann einen Vergleich vorzunehmen, wenn bereits eine Versicherung besteht. Sollte man den Eindruck haben, dass die aktuelle Versicherung teurer ist als andere oder man mit den Leistungen nicht zufrieden ist, steht es jedem frei unter Einhaltung der Kündigungsfrist zu wechseln. Auf jeden Fall wird die Police storniert, wenn man umzieht.

Die Leistungen der Versicherungsunternehmen unterscheiden sich mitunter maßgeblich. Bei manchen Unternehmen ist es möglich, Zusatzpakete abzuschließen, die zum Beispiel einen Diebstahlschutz für Fahrräder miteinschließen. Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die sich sozial engagieren. Gerade in der heutigen Zeit, wo das Bewusstsein für Sozialfragen steigt, entscheiden sich einige Kunden für Unternehmen, die Projekte von NGOs unterstützen. Es gibt sogar Versicherungsunternehmen, die einen Teil der Prämien von Kunden, die nicht für die Bezahlung von Schäden verwendet wurden, spenden.

Verändert hat sich in den letzten 10 Jahren auch die Art und Weise wie Kunden eine Haftpflichtversicherung abschließend. Heute ist es nicht mehr notwendig, einen Versicherungsmakler zu beauftragen. Einige Plattformen im Internet haben sich auf Vergleiche spezialisiert. Nach der Eingabe relevanter Daten erhält der Kunde auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote. Da viele Abschlüsse heute online getätigt werden, sparen die Versicherungen Personalkosten. Diesen finanziellen Vorteil geben sie zum Teil mit günstigeren Prämien an ihre Kunden weiter.

(vo)