Essen: Weiche Auflage kann zu harte Matratze nicht ausgleichen

Essen: Weiche Auflage kann zu harte Matratze nicht ausgleichen

Ist eine Matratze zu hart, hilft eine weiche Auflage nicht weiter. Umgekehrt kann eine härtere Auflage auch keine zu weiche Matratze ausgleichen. In solchen Fällen einen Topper nachzukaufen, sei daher nicht ratsam, erklärt Claudia Wieland vom Fachverband der Matratzen-Industrie in Essen. Wer bequemer liegen möchte, sollte die Auflage zusammen mit der Matratze testen und kaufen. Dann seien beide ideal aufeinander abgestimmt.

Beim gesunden und ergonomischen Liegen sollte die Wirbelsäule nachts optimal gestützt sein. Das äußere sich nicht nur durch eine subjektiv angenehme Festigkeit der Matratze. „Im Schlaf erschlafft die Muskulatur, die normalerweise unsere Wirbelsäule stabilisiert, und diese Funktion sollte die Matratze übernehmen”, erklärt Wieland. Eine gut auf den Körper abgestimmte Matratze lagert die Wirbelsäule nachts in ihrer natürlichen Position, und die Bandscheiben können gut regenerieren.

Bei einer zu weichen Matratze sinkt der Körper zu tief ein, wodurch die Wirbelsäule durchhängt - „im Extremfall so ähnlich wie auf einer Hängematte”. Diesen Effekt könne eine Auflage vielleicht abfedern, aber nicht beseitigen, erläutert Wieland.

Kaufen Verbraucher nachträglich einen Topper, probieren sie diese im Geschäft auf einer anderen Matratze als der eigenen aus. Dadurch fehlt die Sicherheit, „dass bei der Kombination im heimischen Schlafzimmer ein gesundes Liege-Ergebnis herauskommt”.

Testen Verbraucher dagegen Matratze und Topper zusammen, kann zum Beispiel eine relativ feste Matratze mit einem Topper kombiniert werden, der ein weicheres Liegegefühl vermittelt, ohne dass die Ergonomie darunter leidet.

(dpa)
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