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Wasser sparen in der Hitze: Rasen nach den Beeten gießen

Wasser sparen in der Hitze: Rasen nach den Beeten gießen

Wer während längeren Trockenperioden Wasser sparen will, sollte immer erst seine Beete gießen. Bäume können sich selbst aus tiefen Bodenbereichen versorgen. Und auch der Rasen kommt noch besser klar als die Pflanzen im Beet.

Darauf weist Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem hin. „Der Rasen hat eine besser Erholungskapazität.”

Um den Rasen grundsätzlich besser vor dem Austrocknen zu schützen, sollte er in Trockenzeiten nicht zu kurz geschnitten werden. Die Gartenexpertin rät zu einer Halmlänge von drei bis vier Zentimetern. Dazu kann Schnittgut auf der Fläche als Mulch liegen bleiben, manche Rasenmäher verteilen dieses automatisch. Mulchen biete sich auch im Gemüsebeet an, wo durch die vielen freien Flecken Erde normalweise viel Gießwasser verdunsten kann.

Hobbygärtner sollten an heißen Tagen außerdem richtig gießen. Denn damit das Wasser nicht zu schnell verdunstet, sollten Gießkanne und Gartenschlauch am Wurzelbereich angesetzt werden. Darauf weist das Blumenbüro in Düsseldorf hin. Und dann sollte eher seltener und dafür kräftig und reichlich gegossen werden, als dass die Pflanzen unter Staunässe leiden. Dringend Wasser brauchen Pflanzen meistens, wenn sie ihre Blätter einrollen. Oder sie werfen ihre Blätter und Blüten ab, der Hibiskus ist dafür ein Beispiel.

Gegossen wird am besten morgens, wenn es draußen noch angenehm kühl ist. In dieser Zeit verdunstet das Gießwasser auch weniger. Laut dem Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) werden beim klassischem Gießen mit Kanne und Schlauch zur falschen Tageszeit bis zu 90 Prozent des Wassers verschwendet.

(dpa)