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Essen: Streit um Bergbausschäden oft außergerichtlich gelöst

Essen : Streit um Bergbausschäden oft außergerichtlich gelöst

In Nordrhein-Westfalen werden viele Streitigkeiten über Bergbauschäden mittlerweile außergerichtlich beigelegt. Die beim Regionalverband Ruhr (RVR) eingerichtete Schlichtungsstelle Ruhr hat seit April 2009 rund 330 Streitfälle behandelt.

In mehr als zwei Dritteln der Fälle habe sich der Bergbau außergerichtlich mit Hausbesitzern und Gewerbetreibenden geeinigt, teilte der RVR am Donnerstag mit. Die Unternehmen hätten bislang mehr als 2,2 Millionen Euro für die Schäden gezahlt.

An die Schlichtungsstelle können sich Privatpersonen, kleine und mittlere Handwerks- und Geschäftsbetriebe oder vergleichbare Personen wenden, an deren Eigentum im Bereich des Steinkohlenbergbaus Schäden entstanden sind. Das Verfahren ist für Antragsteller kostenfrei. Bis zum Schlichterspruch dauerte es vier bis acht Monate. Die Stelle ist nicht nur für das Ruhrgebiet zuständig, sondern auch für Ibbenbüren und den Aachener Raum. Für die Braunkohlereviere in NRW gibt es seit 2010 eine vergleichbare Einrichtung in Köln.

(dpa)