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Verbrauchertipps: So heizt man energiesparend und vermeidet Schimmel

Verbrauchertipps : So heizt man energiesparend und vermeidet Schimmel

Energiesparen ist in aller Munde. Wer richtig heizt und lüftet, kann aber nicht nur Energie sparen, sondern vermeidet auch Schimmelpilz. Der Verein Haus & Grund gibt Tipps, wie beides gelingen kann.

Heizt man zu wenig oder gar nicht, kann sich im schlimmsten Fall Schimmelpilz bilden, denn kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Steigt die Feuchtigkeit unmittelbar an einer kalten Wand auf Werte über 70 Prozent, nimmt die Schimmelpilzgefahr zu.

Lüften Sie die Räume abhängig von deren Funktion und Nutzung

Schlaf- und Wohnräume, Küche und Bad müssen unterschiedlich gelüftet werden. Bereits durch den Aufenthalt von Personen wird je nach Art der Aktivität (schlafen, Sport) Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Schlafräume sollten gleich nach dem Aufstehen gelüftet werden. Dabei können die Innentüren der Wohnung offen bleiben. Wenn jedoch im Bad nach dem Duschen oder in der Küche nach dem Kochen gelüftet wird, sollten die Türen geschlossen werden, damit sich die feuchte Luft nicht auf die angrenzenden Räume verteilt.

Stoßlüften statt ständig gekippte Fenster

Dauerhaft gekippte Fenster im Winter erhöhen den Energieverbrauch und somit die Heizkosten. Zudem kann Schimmelpilz an der Wand oberhalb der Fensteröffnung entstehen. Die effektivste Art zu lüften, ist das Stoß- beziehungsweise Querlüften, bei dem gegenüberliegende Fenster und Türen geöffnet werden. Diese Art der Lüftung sollte möglichst zwei bis vier Mal am Tag erfolgen, je nach Aufenthaltsdauer. Zudem sollte während des Lüftens die Heizung gedrosselt werden, ansonsten werden Wärme und somit Geld zum Fenster hinaus gelüftet.

Räume ausreichend heizen

Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme. Daher sollte in Schlafräumen oder wenig genutzten Räumen die Temperatur nicht unter 16 Grad Celsius sinken, sonst kann es zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen. Die Räume sind daher von Zeit zu Zeit zu heizen, um Schimmelpilzbildung zu verhindern.

Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten

Man sollte nicht versuchen, kühle Räume mit der Luft aus warmen Räumen zu heizen. Dadurch gelangt zumeist kaum Wärme, aber umso mehr Luftfeuchtigkeit in den kühlen Raum. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt dort und erleichtert das Wachstum von Schimmelpilzen. Zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten daher die Türen geschlossen bleiben.

Wärmeabgabe des Heizkörpers nicht behindern

Heizkörper sollten nicht durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge in ihrer Wärmeabgabe behindert werden. Ein abgedecktes Thermostatventil kann zudem die Raumtemperatur nicht korrekt erfassen und die Funktion der Heizung beeinträchtigen.

Rolläden schließen

Wenn Rollläden zur Verfügung stehen, sollten diese nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen werden, um Wärme länger in den Räumen zu halten. Dies gilt für alle Fenster, nicht nur für die Schlafräume.

Mehr lüften, wenn Wäschetrocknen in der Wohnung unvermeidlich ist

Vorhandene Wäscheplätze oder Trockenräume sollten genutzt werden. Muss Wäsche in der Wohnung getrocknet werden, so sollte unbedingt zusätzlich gelüftet werden.

Große Möbelstücke von Wänden abrücken

Größere Möbelstücke sollten entweder an Innenwänden oder mit einem Abstand von zehn Zentimetern von der Außenwand entfernt aufgestellt werden. Hierdurch wird verhindert, dass die Wand hinter dem Möbelstück abkühlt, die Feuchtigkeit kondensiert und sich Schimmelpilz bildet.

(red)