Schlafzimmer gestalten und einrichten: Designtipps für guten Schlaf

Designtipps für guten Schlaf : Schlafzimmer gestalten und einrichten

Das Schlafzimmer ist ein Zufluchtsort und eine Wohlfühloase. Daher spielen bei der Inneneinrichtung Behaglichkeit und Schick eine große Rolle. Um von einer angenehmen Nachtruhe zu profitieren, gibt es mehrere Faktoren zu beachten. Speziell das passende Bett ermöglicht einen erholsamen Schlaf.

Des Weiteren kommt es darauf an, die Lichtverhältnisse im Schlafgemach an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Wie man sich bettet, so schläft man - die ideale Einrichtung für das Schlafzimmer

Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag in ein gemütliches Bett kuscheln - diese Vorstellung sorgt für ein behagliches Lächeln. Um sich auf eine heimelige Atmosphäre zu freuen, braucht es ein schönes Schlafzimmer. Für die Einrichtung dieses Raums bringen zahlreiche Menschen besonders viel Elan und Energie auf. Immerhin wünschen sie sich einen Rückzugsort, der ihren Ansprüchen und Vorlieben entspricht. Dafür nehmen sie mitunter eine Menge Geld in die Hand. Im Jahr 2016 gaben 22 Prozent der Deutschen zwischen 2.000 und 5.000 Euro für Schlafzimmermöbel aus. Ein Prozent der Befragten war sogar bereit, noch tiefer in die Tasche zu greifen und bis zu 15.000 Euro ins Traum-Schlafzimmer zu investieren. Aber ist das wirklich nötig oder entsteht auch mit wenig Geld ein schickes Designschlafzimmer mit Wohlfühlgarantie?

Neue Einrichtungsideen entstehen bereits beim Anblick des leeren Zimmers. Dieses ist wie eine leere Leinwand, die Platz für neue Ideen und Kreativität bietet. Aber was, wenn im Schlafzimmer noch Altlasten stehen? Ungeliebte Möbel aus Studentenzeiten, ein stilistisch unpassendes Erbstück von den Eltern oder die abgewohnte Schrankwand aus Großmutters Zeiten haben im neuen Schlafgemach keinen Platz. Mobiliar, das seine besten Jahre bereits hinter sich hat, kann guten Gewissens entsorgt werden. Für die anderen Möbelstücke findet sich im besten Fall ein neues Zuhause. Ob Kleinanzeige, An- und Verkauf oder Zweite-Chance-Programm - was nicht gefällt, muss raus.

Anschließend gilt es, die neue Schlafzimmereinrichtung in Angriff zu nehmen. Dabei empfiehlt es sich, sich zunächst auf das Wichtigste zu konzentrieren: das Bett. Es entscheidet über die erholsame Nachtruhe. Bevor die Wahl des Bettgestells beginnt, steht das allgemeine Zimmerdesign im Fokus. Welches Grunddesign soll im Schlafzimmer herrschen? Die Auswahl ist groß und reicht von anheimelndem Landhausstil über den Clean-Schick bis zum pompösen Barock-Stil.

Gestaltung passend zur Zimmergröße wählen

Einen entscheidenden Anhaltspunkt gibt die Zimmergröße. Je kleiner der Raum ausfällt, desto schlichter soll die Einrichtung sein. Ein überfülltes Schlafzimmer wirkt schnell unruhig und beeinträchtigt auf diese Weise den Schlaf. In Zimmer unter 16 Quadratmeter passt ein Bett mit einer maximalen Breite von 160 Zentimetern. Um keinen Platz zu verschwenden, empfiehlt sich ein rahmenloses Gestell mit niedrigen Füßen. Entsprechende Modelle wirken filigran und schweben förmlich über dem Boden. Bei einem großen Schlafzimmer steht einem breiten Doppelbett nichts im Wege. Damit das Zimmer nicht beengt wirkt, sollten zwischen Bett und anderem Mobiliar mehrere Meter Freifläche bleiben.

Sobald die Entscheidung für das Bett getroffen ist, stellt sich die Frage nach dem perfekten Platz:

· Direkt in der Raummitte stellt das Nachtlager den zentralen Ankerpunkt dar.

· Unter dem Fenster ergeben sich gute Lichtverhältnisse.

· In der Gaube verwandelt sich das Bett in eine gemütliche Kuschelhöhle.

Welche Position sich am besten eignet, zeigt nur die Erfahrung. Vorwiegend eigene Vorlieben entscheiden, wo das Nachtlager am besten steht. Wer sich nicht auf einen festen Platz festlegen kann, profitiert von einem flexiblen Bett mit Rollen.

Chaos vorbeugen und Stauraum schaffen

"Äußere Ordnung ist oft nur der verzweifelte Versuch, mit einer großen Inneren Unordnung fertig zu werden", meinte Albert Camus. Obgleich ein kreatives Chaos einen gewissen Charme aufweisen kann, möchte niemand auf dem Weg ins Bett über verstreute Kleidung, Schuhe oder Alltagsgegenstände stolpern. Daher gilt es, im Schlafzimmer ausreichend Stauraum zu schaffen. Die ideale Lösung bieten deckenhohe Regale mit Schiebetüren oder ein großer Wandschrank. Befinden sich Kleidung und Co. hinter verschlossenen Türen, ergibt sich im Schlafgemach ein aufgeräumtes und harmonisches Gesamtbild. Durch die ruhige Atmosphäre kann der Geist entspannen und zur Ruhe kommen.

Übrigens: Um einen ungestörten Schlaf zu genießen, sollten technische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Obwohl sich das Smartphone als Wecker eignet, kann es die Nachtruhe beeinträchtigen.

Das helle Licht des Bildschirms hemmt beim abendlichen Surfen und Chatten die Produktion des Schlafhormons Melatonin. In der Folge fällt das Ein- und Durchschlafen schwer. Besser ist es daher, Smartphone, Tablet und andere Geräte gar nicht erst ins Schlafzimmer zu bringen. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Schlafzimmer aufzuteilen. Gleittüren zwischen Boden und Decke wirken wie flexible Trennwände, die nach Belieben auf- und zugeschoben werden können. Um das Schlafzimmer optisch zu vergrößern, bieten sich Trennwände mit integrierten Spiegeln an. In Kombination mit beweglichen Aufbewahrungselementen entsteht eine Rückzugsoase, die Flexibilität und Komfort vereint. Weiteren versteckten Stauraum bieten Sitzbänke und Truhen, in denen beispielsweise Bettwäsche, zusätzliche Kissen und Kuscheldecken Platz finden.

Massivholzmöbel verströmen einen rustikalen Charme

Wer sich im Schlafzimmer ein edles Ambiente wünscht, greift zu hochwertigen Massivholzmöbeln. Das Naturmaterial geht mit einer Reihe positiver Eigenschaften einher:

· einer besonderen Robustheit ,

· der damit verbundenen Langlebigkeit,

· einer natürlichen Verbesserung des Raumklimas,

· der hochkarätigen Optik.

Ein Massivholzbett aus Eiche punktet beispielsweise mit seiner behäbigen Eleganz. In Kombination mit einem mächtigen Schrank und einem schweren Lowboard entsteht ein Schlafzimmer mit Gentleman-Charme. Ebenfalls eignen sich Massivholzmöbel für jene, die dem Vintage-Design zugeneigt sind. Wer eine hellere Holzfarbe bevorzugt, greift alternativ zu Eschen- oder Buchenmöbeln. Basiert die gesamte Inneneinrichtung des Schlafzimmers auf Holz, wirkt es schnell opulent. Vorwiegend in kleinen Räumen entsteht dadurch ein drückendes Ambiente.

Hier empfiehlt es sich, Holz- und Metallelemente miteinander zu kombinieren. Schicke Designelemente finden sich im Möbelhaus, im Internet und mit etwas Glück im Second-Hand-Shop. Soll ein besonders edles Stück das Schlafzimmer schmücken, kann sich auf ein Besuch im Antiquariat eignen. Die eigenen Möbelträume lassen sich dabei mit den Ersparnissen oder wahlweise einem Kredit verwirklichen.

(vo)
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