1. Leben
  2. Bauen und Wohnen

Saubere Luft in Räumen - die besten Tipps​

Die besten Tipps : Saubere Luft in Wohnräumen

Ob zu Hause, im Büro oder an anderen Orten, einen Großteil unseres Lebens halten wir uns in den Innenräumen auf. Doch die Luftqualität ist oftmals nicht gut und durch unterschiedliche Schadstoffe belastet. Es gibt verschiedene Einflüsse, die die Raumluft verschlechtern und zugleich Möglichkeiten, sie zu verbessern.

Welche dies sind und was man überhaupt unter Lufthygiene versteht, erläutert dieser Ratgeber.

Saubere Luft - was bedeutet Lufthygiene?

Luft ist lebensnotwendig, denn sie enthält Sauerstoff. Eine gezielte Lufthygiene ist daher zum Erhalt einer optimalen Qualität unverzichtbar. Saubere Luft besteht zum Großteil aus Stickstoff und Sauerstoff. Der Begriff Lufthygiene beschreibt alle Maßnahmen, die dabei helfen, den Sauerstoffgehalt zu optimieren, gesundheitsschädliche Partikel herauszufiltern und die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, denn auch diese beeinflusst die Qualität.

Was wirkt sich negativ auf die Luftqualität aus?

Die Luftqualität kann durch verschiedene Faktoren verschlechtert werden, zum Beispiel:

  • Schimmelsporen
  • Pollen
  • Viren und Bakterien
  • Ausdünstungen aus Tapeten, Wandfarben, Möbeln, Teppichen und Wohntextilien
  • Zigarettenrauch
  • Kaminrauch
  • Hausstaub
  • Kochen
  • Tierhaare
  • Paraffinkerzen und Haushaltsdüfte
  • Autoabgase

Zudem erhöhen wir selber durch Schwitzen und Atmen die Luftfeuchtigkeit und verringern den Sauerstoffgehalt. Wir holen Schadstoffe daher einerseits durch das Lüften in die Räume und andererseits sind sie in den Zimmern bereits vorhanden. Bei der Einrichtung der Wohnung sollten schadstoffgeprüfte Produkte mit Siegeln genutzt werden.

Welche möglichen gesundheitlichen Folgen hat schlechte Raumluft?

So können viele unterschiedliche Schadstoffe die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Allergien und Asthma haben seit Jahren zugenommen. Die Luftverschmutzung wird dabei als erheblicher Aspekt angesehen. Auch Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Hautreizungen werden durch Schadstoffe in der Luft gefördert. Zudem werden die Abwehrkräfte geschwächt. 40 bis 60% Luftfeuchtigkeit sind ideal. Höhere Werte fördern Schimmel und sind sie zu niedrig, trocknen die Schleimhäute aus. Dies fördert beispielsweise Erkältungen. Schlechte Raumluft kann nicht nur körperliche Auswirkungen haben, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit, Produktivität und Konzentrationsfähigkeit verschlechtern. Dies resultiert daraus, dass das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt ist.

Wie lässt sich die Qualität der Luft verbessern?

Lüften
Um das Risiko einer Ansammlung von Verunreinigungen der Raumluft zu verringern, ist es wichtig, etwa alle fünf Stunden zu lüften. Dadurch wird für den notwendigen Luftaustausch gesorgt und eine ideale Luftfeuchtigkeit erzielt. Morgens ist die Belastung mit Staub oder Pollen im Außenbereich geringer, sodass sich diese Tageszeit gut zum Lüften eignet. Ohnehin geben wir gerade nachts viel Feuchtigkeit ab, sodass das Stoßlüften am Morgen sehr wichtig ist. Eine Querlüftung mit Durchzug ist am effektivsten. Permanente Kippstellung der Fenster eignet sich nicht, da es keinen Luftaustausch erzeugt.
Luftreiniger
Luftreiniger können als unterstützende Maßnahme eingesetzt werden. Sie arbeiten mit einem mehrstufigen Filtersystem und filtern zusätzlich Schadstoffe, wie Staub, Gase und Pollen. Die Luft wird angesaugt, gereinigt und anschließend wieder an die Räume abgegeben. Gerüche werden ebenfalls neutralisiert. Luftreiniger können keine Erkrankungen heilen, aber die Schadstoffbelastung und somit die Symptome minimieren. Allergiker profitieren von einem Luftreiniger, der mit einem Hepa-Filter ausgestattet ist, denn dieser filtert selbst kleinste Teilchen aus der Raumluft. Bei Schimmelpilzbefall belasten die Sporen die Atemwege und Abwehrkräfte. Auch hier erweist sich ein Luftreiniger als hilfreich.

Pflanzen

Diverse Zimmerpflanzen können als natürliche Luftreiniger fungieren und verschiedene Schadstoffe aus der Raumluft absorbieren, zum Beispiel:

  • Bogenhanf
  • Efeu
  • Grünlilie
  • Birkenfeige

Um möglichst viele Schadstoffe zu entfernen, lohnt sich die Kombination aus einem Luftreiniger und Pflanzen.

Luftbefeuchter

Luftbefeuchter sind beispielsweise bei einer Pollenallergie sehr nützlich. Durch die steigende Luftfeuchtigkeit sinken Pollen schneller zu Boden und kommen somit weniger mit dem Menschen in Kontakt. Die ähnliche Wirkung wird bei Milben im Hausstaub und bei Tierhaaren erzielt. Die feuchtere Luft wirkt zudem trockenen Schleimhäuten entgegen.

Fazit

Lufthygiene ist wichtig. Bei schlechter Raumluft sind wir unkonzentrierter, weniger produktiv und schlafen nicht so gut. Zudem kann sie krank machen, beispielsweise Allergien und Asthma fördern. Um die Qualität in den Innenräumen zu erhalten bzw. zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen, wie regelmäßiges Lüften geeignet. Zusätzlich leistet ein Luftreiniger gute Dienste und auch verschiedene Pflanzen haben sich bewährt, Schadstoffe aus der Luft zu filtern.