1. Leben
  2. Bauen und Wohnen

Berlin: Mit Pinsel und Zahnstocher: Toaster und Wasserkocher reinigen

Berlin : Mit Pinsel und Zahnstocher: Toaster und Wasserkocher reinigen

Sie kommen oft mehrfach am Tag zum Einsatz, aber wenn es um das Thema Reinigen geht, sind sie bei den meisten Menschen nicht allzu präsent. Aber auch die kleinen Küchenhelfer Toaster, Wasserkocher und Mikrowelle brauchen regelmäßig ein wenig Pflege.

Wasserkocher: Er muss immer wieder entkalkt werden. Denn: „Je mehr Kalk sich im Wasserkocher festgesetzt hat, desto länger dauert es, bis das Wasser kocht”, erklärt Monika Wittkowski vom DHB - Netzwerk Haushalt. „Und es ist auch nicht schön, wenn man Kalkbröckel im Tee hat.” In der Regel reicht eine Essigessenz. „Ich fülle die Kanne voll mit Wasser, koche es auf und gebe dann etwa 125 Milliliter Essigessenz hinzu und lasse es mehrere Stunden einwirken”, erläutert Claudia Oberascher, Projektleiterin bei der Initiative Hausgeräte+.

Danach werde der Behälter mit Spülmittel und Wasser ausgewaschen. „Häufig gibt es an der Tülle des Wasserkochers noch ein kleines Sieb, das den Kalk zurückhalten soll”, sagt die Expertin. „Das kann man auch herausnehmen und mit Wasser und Spülmittel reinigen.”

Wer den beißenden Geruch der Essigessenz nicht mag, sollte Zitronensäure nehmen, empfiehlt Urte Paaßen, Meisterin der Hauswirtschaft. „Hier gibt es meist eine Anleitung, wie viele Löffel man nehmen muss. Das ist je nach Produkt unterschiedlich.”

Außen wird das Gerät mit einem feuchten Lappen und ein wenig Allzweckreiniger wieder sauber. „Sollte der Wasserkocher aber richtig stark verschmutzt sein, kann man ihn mit einem Kunststoffreiniger wieder zum Strahlen bringen”, erklärt Paaßen. Das eignet sich nur für Geräte mit einem Plastikgehäuse, Edelstahl braucht einen entsprechenden Reiniger. Dieser entferne auch Fingerabdrücke, die auf dem Material zurückbleiben. Staub und Schmutz holt Wittkowski mit Hilfe eines feuchten Wattestäbchens aus den feinen Rillen der Tülle und an den Außenrändern.

Bei der Reinigung eines Wasserkochers sollten Verbraucher die Sicherheit beachten: „Den Standfuß des Wasserkochers, an dem das Kabel befestigt ist, darf man nie ins Wasser tunken”, sagt Oberascher. Besser sei es, das Kabel aus der Steckdose zu ziehen und ihn nur mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Toaster: Das Innere des Toasters ist schwierig zu reinigen, denn man kommt schlecht heran. „Es ist wichtig, den Toaster erst einmal abkühlen lassen, damit man sich daran nicht verbrennt”, sagt Oberascher. „Meist haben die Geräte eine Krümelschublade, die herausgezogen werden kann. Die Lade wird mit Spülmittel und Wasser ausgewischt.

Doch nicht alle Krumen fallen aus dem Toaster heraus. „Wenn noch weitere Brösel im Toaster sind, kann man ihn auch auf den Kopf stellen und vorsichtig schütteln”, rät die Expertin. „Was man aber auf keinen Fall machen sollte, ist mit einem Messer oder ähnlichem darin herumstochern.”

Manchmal bleiben aber Krümel an den feinen Heizstäben hängen und lassen sich nicht herausschütteln. „Wenn man den Toaster dann wieder anmacht, stinkt er”, erklärt Hauswirtschaftsmeisterin Paaßen. „Also nehme ich mir meist einen kleinen Pinsel - etwa einen schmalen Backpinsel - und entferne ganz vorsichtig die Krümel. Dabei muss man aber aufpassen, dass sich die feinen Heizdrähte nicht verbiegen.” Auf keinen Fall dürfen Verbraucher mit Feuchtigkeit an das Innere eines Toaster herangehen.

Die Außenseite lässt sich wiederum ganz einfach mit einem weichen Lappen und ein wenig Allzweckreiniger putzen. Edelstahltoaster brauchen einen auf das Material abgestimmten Reiniger. Für den Brötchenaufsatz reicht Spülmittel im Wasser. „Wenn rund um die Toastschlitze verbrannte Stellen sind, dann nehme ich mir ein wenig Edelstahlreiniger und versuche sie damit wegzuschrubben”, sagt die Reinigungsexpertin Wittkowski. „Das gelingt allerdings nicht immer.”

Mikrowelle: Die Außenseite und der Innenraum einer Mikrowelle werden mit einem milden Reinigungsmittel und Wasser sauber. „Dabei sollte man möglichst einen weichen Lappen und nicht die Scheuerseite eines Schwamms benutzen, damit die Kunststoffoberfläche nicht aufgekratzt wird”, sagt Wittkowski. Der Drehteller des Gerätes kommt in die Spülmaschine. „Wichtig ist nur, dass ich den auch hinterher richtig einsetze, damit er sich wieder dreht”, betont Oberascher.

Damit man nicht nach jedem Einsatz die Mikrowelle schrubben muss, sei es besser, wenn die aufgewärmten Suppen oder Nudelsoßen möglichst wenig spritzten und überblubberten. Daher: „Die Teller und Schüsseln sollte man abdecken”, erklärt Oberascher. „Es gibt Folie, die zum Abdecken geeignet ist. Sie muss vorher aber angepikst werden.” Und natürlich darf das Gericht nicht zu lange im Gerät bleiben.

Wenn es doch einmal spritzt, sollten Verschmutzungen möglichst rasch entfernt werden. „Zur Not, wenn das ganz fies festgebacken ist, nehme ich einen feuchten Lappen, lege ihn auf die Verkrustungen und lasse das die ganze Nacht über einwirken”, rät Hauswirtschaftsmeisterin Paaßen. „Dann kann sich das Eingebrannte lösen und am nächsten Tag lässt es sich mit einem Holzspatel, der nicht kratzt, entfernen.” Gegen ganz hartnäckige Flecken hilft auch Backofenspray.

(dpa)