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Berlin: Mieterbund sieht Schieflage bei Gebäudesanierung

Berlin : Mieterbund sieht Schieflage bei Gebäudesanierung

Der Deutsche Mieterbund warnt davor, die Kosten energetischer Gebäudesanierung auf die Mieter abzuwälzen. Staat, Vermieter und Mieter müssten sich jeweils zu einem Drittel an den Ausgaben beteiligen, sagte Bundesdirektor Lukas Siebenkotten am Mittwoch in Berlin. „Das wäre unserer Ansicht nach ein sinnvoller Weg - von dem sind wir noch weit entfernt.”

Vermieter dürfen nach derzeitiger Rechtslage elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufschlagen. Diese Umlage müsse ersatzlos gestrichen werden, forderte Siebenkotten. Stattdessen sollten Mieterhöhungen etwa davon abhängig sein, wie viel Heizkosten durch die Modernisierung gespart würden.

Der Bund hatte zuletzt beschlossen, energiesparende Baumaßnahmen mit zusätzlich 300 Millionen Euro pro Jahr zu unterstützen. Darunter fallen zum Beispiel neue Fenster, Heizungen und Wärmedämmungen. Das Förderprogramm der staatlichen KfW-Bank unterstützt sogenannte Einzelmaßnahmen mit bis zu 5.000 Euro. Zusammen mit einem 1,5-Milliarden-Programm für zinsgünstige Darlehen umfasst das Förderprogramm 1,8 Milliarden Euro. Siebenkotten forderte darüber hinaus Steuererleichterungen für die Sanierung von Gebäuden - ein solcher Steuerbonus war jedoch an den Ländern gescheitert.

(dpa)